Ein 16-jähriger Junge aus Songkhla wurde kürzlich am Busbahnhof von Ubon Ratchathani festgenommen, nachdem er ein gewagtes Abenteuer erlebt hatte. Laut den Berichten von Bangkok Post hat der Teenager in der Nacht zuvor rund 2,4 Millionen Baht in Gold aus einem Schmuckgeschäft in einem Einkaufszentrum in Hat Yai gestohlen. Der Anstoß für diese kriminelle Tat kam von einem Online-Gaming-Freund aus Laos, der ihn zu dieser „Mission" ermutigte.

Was folgte, war eine dramatische Flucht. Nach dem Raub fuhr der Verdächtige mit einem gestohlenen Motorrad und ließ dieses schließlich in Ban Khuan Jong zurück. Via einer App buchte er dann eine Fahrt zum Flughafen Hat Yai, flog nach Don Mueang in Bangkok und setzte seine Reise mit dem Bus nach Ubon Ratchathani fort. Sein Plan war es, nach Khemarat zu reisen und die Grenze zu Laos zu überqueren, um zu seinem Freund zu gelangen. Die Polizei stellte ihn schließlich 1.500 Kilometer vom Tatort entfernt fest.

Die Polizei unter der Leitung von Pol Gen Thatchai Pitaneelaboot hat das gestohlene Gold, das in einem Apartment in Hat Yai sichergestellt wurde, überprüft. Dabei fanden die Ermittler 30 Schmuckstücke, aufgeteilt in 10 Armbänder und 20 Halsketten, die clever in einer Detergentien-Tasche versteckt waren. Von den ursprünglich 33 fehlenden Stücken sind jedoch noch immer drei Baht-Gewicht Gold, was etwa 45,6 Gramm entspricht, unauffindbar.

Die Entwicklungen um diesen Fall werfen Fragen auf. Pol Gen Kittharath Punpetch äußerte sich besorgt über die steigende Anzahl jugendlicher Straftäter und forderte ein Umdenken auf Familiensonäle. Das Thema Jugendkriminalität ist nicht nur in Thailand brisant. Weltweit, wie beispielsweise in den Statistiken, die von OJJDP veröffentlicht werden, wird deutlich, dass Risikofaktoren und das Verhalten von Jugendlichen eng miteinander verknüpft sind. Ähnliche Besorgnis besteht in Deutschland, wo man die Täter-Opfer-Dynamik und suizidales Verhalten unter jungen Menschen in den Fokus rückt. Die aktuellen Preisanstiege für Goldbarren um 56% in den letzten 12 Monaten unterstreichen die Gefahr, die mit Raubüberfällen verbunden ist, nicht nur für die Geschäfte, sondern auch für die Gesellschaft.

Die Polizei fordert Geschäftsinhaber im Goldsektor auf, ihre Sicherheitsmaßnahmen und Versicherungen zu verbessern. Das Risiko von Raubüberfällen scheint zu steigen, und die Ermittlung von möglichen Komplizen in diesem Fall ist im Gange, auch wenn bislang keine weiteren Beweise für Komplizenschaft vorliegen. Der Verdächtige wird nun nach Songkhla zurückgebracht, wo rechtliche Schritte gegen ihn eingeleitet werden sollen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiter entwickeln wird und wie die Behörden auf diese alarmierenden Krisen reagieren werden. Der Fall ist ein weiterer Hinweis darauf, dass die Prävention von Jugendkriminalität in Zukunft noch mehr Aufmerksamkeit benötigt – sowohl in Thailand als auch anderswo.

Für weitere Informationen können Sie die umfassenden Statistiken und Studien auf den Webseiten von OJJDP und bpb konsultieren: OJJDP, bpb.