Eine aufschlussreiche Woche für den Reiseverkehr zwischen China und seinen Nachbarn! Mit dem Frühlingsfest vor der Tür verzeichnet China einen sprunghaften Anstieg der Reisenden. Am Mittwoch, dem zehnten Tag dieses Reiseanstiegs, zeigen die Zahlen eine erfreuliche Tendenz – doch nicht für alle Destinationen. Besonders die Flüge nach Japan sind stark zurückgegangen. Nach Global Times sind die Passagierzahlen im Vergleich zum Vorjahr um beachtliche 54 % gesunken.

In der ersten Woche des Reiseanstiegs (vom 2. bis 8. Februar 2026) wurde ein alarmierender Rückgang der Flüge auf China-Japan-Routen verzeichnet. Ganze 1.292 Flüge wurden gestrichen, was einem Rückgang von 49,2 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Sämtliche 58 Flugrouten, die im letzten Jahr während des Frühlingsfestes betrieben wurden, blieben in der ersten Woche heuer am Boden. Besonders die Routen zwischen Shanghai und Osaka, Nagoya sowie Tokyo erwiesen sich als betroffen.

Beliebteste Reiseziele unter Chinesen

Entgegen diesen traurigen Nachrichten boomt der Reiseverkehr in andere Ziele. Thailand und Südkorea sind die klaren Favoriten unter den chinesischen Urlaubern. Über 190.000 chinesische Touristen haben während der Neujahrsfeiertage Südkorea besucht, was einem satten Anstieg von 44 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Entwicklung hat auch bei China Eastern Airlines für Freude gesorgt, denn die fünf beliebtesten Reiseziele sind Seoul, Bangkok, Hongkong, Singapur und Kuala Lumpur, wobei Seoul mit einem Zuwachs von 11,7 % bei den Passagierzahlen ganz oben auf der Liste steht.

Die Stornierungen von Flügen nach Japan, wie zuletzt am 2. Februar 2026 für 49 Luftverkehrsrouten, betreffen viele Reisende. Airlines wie Air China, China Eastern und China Southern mussten die Pläne ihrer Kunden über den Haufen werfen. Diese Situation hat nicht nur Auswirkungen auf den Reiseverkehr, sondern wandelt sich auch zu einem wirtschaftlichen Problem, da Japan stark auf den Tourismus aus China angewiesen ist, besonders im Einzelhandel.

Die Zukunft des Reisens und der Tourismus

Wie die aktuellen Entwicklungen zeigen, hat die Reisebranche zwischen China und Japan mit zahlreichen Herausforderungen zu kämpfen. Die Stornierungsrate für Flüge zwischen den beiden Ländern liegt bei 47,2 %, was einen besorgniserregenden Anstieg darstellt. Travel and Tour World hebt hervor, dass die Wiederherstellung des normalen Reiseverkehrs entscheidend für die Rückkehr zur Stabilität in der Branche ist.

Laut dem Reisebericht von Sinotrip könnte China bis 2025 einen bemerkenswerten Anstieg im Tourismussektor erleben, vorausgesetzt, die geopolitischen Spannungen und andere externe Risiken halten sich in Grenzen. Die Prognosen zeigen, dass das anhaltende Interesse an Reisen, insbesondere in Südostasien, die Rückkehr zur Normalität unterstützen wird.

Obwohl die Reisebranche zwischen China und Japan vor Herausforderungen steht, zeigen die Zahlen, dass andere Destinationen vor den Toren stehen, die sich als attraktiv erweisen. Thailand und Südkorea machen ein gutes Geschäft und zeigen, dass der Reisewunsch der Chinesen ungebrochen ist. Es bleibt abzuwarten, wie die Entwicklungen weitergehen und ob Japan bald wieder einen wichtigen Platz im Reiseverzeichnis der Chinesen einnehmen kann.