Ein indischer Tourist hat in Bangkok für Aufregung gesorgt, als er am Suvarnabhumi Flughafen mit geschützten Primaten in seinem Gepäck erwischt wurde. Laut India Today wollte der Mann zwei Indochinesische Lutungs, auch bekannt als silberne Blattaffen, illegal nach Indien schmuggeln. Diese Affenarten sind nicht nur gefährdet, sondern unterliegen auch internationalen Schutzabkommen.

Ein scharfer Zollbeamter hatte den Verdacht, dass etwas nicht stimmte, als er das Verhalten des Touristen während einer Routinekontrolle beobachtete. Die Entdeckung war schockierend: Die beiden Affen waren sorgfältig unter persönlichen Gegenständen versteckt und wurden im Gepäck des Mannes gefunden, der im Rahmen seines Schmuggelversuchs einen Wert von etwa 100.000 Baht für die Tiere angab. Die Behörden, angeführt von Santanee Phairattanakorn, dem Direktor des Passagierinspektionszolls, haben in dieser Angelegenheit bereits rechtliche Schritte eingeleitet.

Die Folgen des Wildtierhandels

Die Entdeckung am Flughafen ist nicht nur ein Einzelfall, sondern stellt einen Teil des viel größeren Problems des Wildtierhandels dar. Der illegale Handel mit bedrohten Arten ist eine bedeutende Bedrohung für die biologische Vielfalt. Experten warnen, dass der legale Wildtierhandel ebenfalls gravierende Risiken birgt. Laut einer Studie, die von Mitgliedern der IUCN-Kommission für die Erhaltung der Artenvielfalt veröffentlicht wurde, wird der legale Handel oft fälschlicherweise als nachhaltig betrachtet. Dr. Alice Hughes weist darauf hin, dass es an strengen Nachweisen für die Nachhaltigkeit mangelt und dass der legale Handel mit Wildtieren jährlich einen geschätzten Wert von rund 400 Milliarden USD hat.

Die Experten haben vier Hauptbereiche identifiziert, die dringend verbessert werden müssen, um die Situation zu entschärfen: eine rigorose Datenerfassung und -analyse von Wildtierpopulationen, die Verknüpfung von Handelsquoten mit internationalen Vereinbarungen, verbesserte Datenbanken und ein besseres Verständnis von Handelsverboten sowie Marktkräften.

Maßnahmen gegen den Wildtierhandel

Die Behörden in Thailand haben in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um den Schmuggel von Wildtieren zu bekämpfen. Das Programm zur Bekämpfung des Wildtierhandels, wie auf der Website der US Fish and Wildlife Service erklärt, bietet finanzielle und technische Unterstützung für Projekte, die den Schutz bedrohter Arten stärken. Ziel ist es, die verfügbaren Ressourcen effektiv zu nutzen, um messbare Ergebnisse im Naturschutz zu erzielen.

Nach der Beschlagnahmung der geschützten Primaten wurden diese zur medizinischen Untersuchung und Rehabilitation von Wildtierspezialisten übergeben. Die Behörden haben klargemacht, dass sie die Ernsthaftigkeit solch illegaler Aktivitäten nicht nur ernst nehmen, sondern auch bereit sind, die dafür verantwortlichen Personen zur Rechenschaft zu ziehen.

Es bleibt zu hoffen, dass die laufenden Bemühungen zur Bekämpfung des Wildtierhandels langfristig Früchte tragen und künftige Generationen von einem gesunden ökologischen Gleichgewicht profitieren können.