Ein indischer Tourist wurde am Suvarnabhumi Flughafen in Thailand festgenommen, nachdem Zollbeamte bei ihm zwei geschützte Affen gefunden hatten. Das Unglück geschah am 3. Februar um 23:30 Uhr, als der 28-Jährige versuchte, mit den lebenden Indochinesischen Lutungs nach Mumbai zu fliegen. Diese seltenen Primaten, auch als Germain’s Languren bekannt, haben einen geschätzten Wert von etwa 100.000 Baht (ca. ₹2,9 lakh).

Bei seiner Gepäckinspektion stießen die Zollbeamten auf die Tiere, die sorgfältig in seinen persönlichen Gegenständen versteckt waren. Santanee Phairattanakorn, die Direktorin des Passagierinspektionsbüros am Suvarnabhumi Flughafen, bestätigte die Einzelheiten der Beschlagnahmung und die darauf folgenden Maßnahmen. Notgedrungen wurde der Verdächtige ins Gefängnis gebracht, wo gegen ihn rechtliche Schritte eingeleitet werden sollen. Laut den ermittelnden Behörden wird der Mann gemäß dem Wild Animal Conservation and Protection Act (2019) und dem Customs Act (2017) beschuldigt. Diese gesetzlichen Regelungen verbieten nicht nur die unbefugte Ausfuhr von geschützten Wildtieren, sondern machen es auch illegal, Waren ohne offizielle Zollformalitäten aus dem Königreich zu bringen.

Rettung der Affen

Die beiden Indochinesischen Lutungs wurden sofort beschlagnahmt und in die Obhut von Wildtierspezialisten gebracht, die für ihre Pflege und Gesundheitsbewertung zuständig sind. Diese Affenart ist besonders bekannt für ihre langen Schwänze und das auffällige Gesichtshaar. Junge Exemplare dieser Art tragen leuchtend orangefarbenes Fell, das sich mit dem Alter in schwarze und graue Strähnen verwandelt. Die Lutungs leben in den immergrünen Wäldern von Thailand, Kambodscha, Myanmar und Vietnam und ernähren sich vorwiegend von Früchten und Blättern.

Der Kontext des Tierschutzes in Thailand

Dieser Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die anhaltenden Herausforderungen im Tierschutz in Thailand. Tierschutzgruppen fordern verstärkte Maßnahmen und Kontrollen, insbesondere nach einem schweren Brand auf dem Sri-Somrat-Markt in Bangkok im Juni 2024, bei dem tausende Tiere, insbesondere exotische Arten, starben. Die Vereinigung, zu der namhafte Tierschutzorganisationen gehörten, drängte auf eine gründliche Untersuchung des Vorfalls und auf die Einführung standardisierter Sicherheitsmaßnahmen für den Haustierhandel.

Die immer wiederkehrenden Vorfälle, die zum Verlust so vieler Tiere führen, zeigen, dass es „da liegt was an“, um die Sicherheit und den Umgang mit Wildtieren zu verbessern. Die Tierschutzgruppen haben klar gemacht, dass sie eine umfassende Durchsetzung bestehender Gesetze fordern, um die Lebensbedingungen der Tiere zu sichern und sie vor brutalen Handlungen zu schützen.

Die Kombination aus einem aktuellen Vorfall und dem Hintergrund von Tierschutzproblemen in Thailand stellt sicher, dass das Bewusstsein für den Schutz dieser wunderbaren Kreaturen weiter geschärft werden muss.