Ein indischer Passagier sorgt für Aufregung am Suvarnabhumi Flughafen. Am 3. Februar 2023 wurde der 28-jährige Karthick festgenommen, als er versuchte, zwei gefährdete Languren aus Thailand zu schmuggeln. Die Festnahme dieser Tierschmuggler-Affäre war das Ergebnis einer gemeinschaftlichen Operation von Wildtierkontrollbeamten, Zollbeamten und der Flughafensicherheit.
Die Sache kam ans Licht, als bei einer routinemäßigen Kontrolle ein verdächtiger blauer Koffer auffiel, der als aufgegebenes Gepäck gekennzeichnet war. Darin befand sich ein fest verschlossener Plastikkorb mit zwei lebenden Indochinesischen Silberlanguren, die unter thailändischem Recht geschützt sind. Die Tiere waren auf eine Art und Weise verstaut, die ihre Gesundheit stark gefährdete. Keine Frage: Die Verantwortlichen taten das Richtige, als sie sofort eingriffen und Karthick um 23:30 Uhr in der Nähe von Tor D8 festnahmen.
Schutzmaßnahmen und rechtliche Folgen
Karthick hat nun mit mehreren Anklagen gemäß dem Wildlife Preservation and Protection Act von 2019, dem Customs Act von 2017 und dem Animal Epidemics Act von 2015 zu kämpfen. Nach seiner Festnahme wurde er an die Polizei des Flughafens übergeben, wo weitere rechtliche Schritte eingeleitet werden. Ihr fragt euch sicher, was mit den zwei Languren passiert ist? Die Tiere wurden zur Abteilung für Nationalparks, Wildtiere und Pflanzenkonservierung überstellt, wo sie in Pflege genommen und auf ihre Art verifiziert werden.
Interessanterweise handelt es sich bei den Indochinesischen Silberlanguren um eine Art, die in Thailand und angrenzenden Ländern heimisch ist. Diese Affen leben üblicherweise in Gruppen von etwa 10 bis 40 Individuen und ernähren sich überwiegend von Blättern, Pflanzenknospen und Insekten. Sie spielen eine bedeutende Rolle in ihren Ökosystemen und sind geschützt durch thailändisches Naturschutzrecht. Trotz der täglichen Herausforderungen sind sie als tagaktive und sehr soziale Tiere bekannt, wobei ältere Männchen häufig ein zurückgezogenes Leben führen.
Ein weiterer Vorfall
Einen Tag vor Karthicks Festnahme wurde ein thailändischer Mann am gleichen Flughafen festgenommen. Auch bei ihm wurden lebende Tiere gefunden – ein Bengalmonitor und ein Opossum versteckten sich in seinem Koffer. Diese Vorfälle zeigen einmal mehr, wie dringend die Aufklärung über Tierschutz und nationale Gesetze notwendig ist, um solch unerfreuliche Geschehnisse zu verhindern. Wie thethaiger.com berichtet, sind solche Tiere hoch im Kurs bei Schmugglern, was eine ernstzunehmende Herausforderung für die Behörden darstellt.
Bleibt zu hoffen, dass die Gesetze gegen den illegalen Tierhandel gestärkt werden und solche Vorfälle in Zukunft seltener werden. Die Natur und ihre Geschöpfe haben es verdient, mit Respekt behandelt zu werden.