In einer spannenden Entwicklung für die Luftfahrt in Thailand hat Paweena Jariyathitipong, die Präsidentin der Airports of Thailand (AOT), kürzlich zwei wesentliche Projekte vorgestellt, die nun auf die Genehmigung durch das neue Kabinett warten. Diese Projekte zielen darauf ab, die Infrastruktur der beiden größten Flughäfen des Landes erheblich zu verbessern und die Kapazität für zukünftige Passagierzahlen zu erhöhen. Laut Nation Thailand steht die Entwicklung des Don Mueang Flughafens in der Phase 3 ganz oben auf der Agenda.

Hier möchte die AOT ein beeindruckendes Investitionsvolumen von 36 Milliarden Baht mobilisieren. Ziel ist es, Don Mueang als echten Stadtnahflughafen zu gestalten, was auch eine verbesserte Anbindung an Massentransportsysteme wie die Red Line S-Bahn beinhaltet. Diese Initiative ist schon länger geplant, das Design hat seit über acht Jahren unverändert Bestand. Neben dem Antrag auf Genehmigung der Änderungen im Umfang soll ein neues Investitionsbudget von insgesamt 69 Milliarden Baht die Kapazität des Flughafens von 30 Millionen auf 50 Millionen Passagiere pro Jahr erhöhen. Damit wird Don Mueang nicht nur ein nationaler Luftverkehrsknotenpunkt, sondern auch ein internationaler Hub für Billigfluggesellschaften.

Expansion von Suvarnabhumi

Und auch der Suvarnabhumi Flughafen bleibt nicht untätig. Die größere Erweiterung, für die ein Budget von sagenhaften 200 Milliarden Baht eingeplant ist, soll die jährliche Passagierkapazität von derzeit 60 Millionen auf 120 Millionen verdoppeln. Dies wird durch einen aktualisierten Masterplan ermöglicht, der unter anderem den Bau eines neuen Südtunnels und einer vierten Startbahn umfasst. Diese Maßnahmen sollen die Effizienz im Betrieb erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit des Flughafens in der Region stärken. Wie Thailand News berichtet, ist der Fertigungsstand des Plans bereits zu 70 % abgeschlossen und eine Genehmigung wird bis Oktober 2026 angestrebt.

Außerdem wird die Ost-Erweiterung des Flughafens, die bis 2030 abgeschlossen sein soll, die Kapazität von 65 Millionen auf bis zu 80 Millionen Passagiere jährlich anheben. Ein Projekt zur Modernisierung der Gepäckabfertigung wird ebenfalls vorangetrieben, um Transfers zwischen dem Hauptterminal und Satellitenterminal 1 zu automatisieren. Damit möchte die AOT dem steigenden Reisendendurchsatz gerecht werden und gleichzeitig den Komfort der Airlines verbessern. Paweena Jariyathitipong hat dabei die Bedeutung der Betriebseffizienz und des Passagierkomforts betont.

Globale Herausforderungen und Chancen

Doch während die Luftfahrt in Thailand blüht, stehen die globalen Herausforderungen nicht still. Die Industrie hat etwa 2,5 % der CO₂-Emissionen weltweit verursacht, was die Notwendigkeit nachhaltiger Lösungen drängt. Die Nachfrage nach neuen Flugzeugen übersteigt das aktuelle Angebot, und sowohl Airbus als auch Boeing kämpfen mit Produktionsrückständen und technischen Problemen. Wie in einem Bericht von ING angeführt wird, ist der Bedarf an neuen Maschinen in den nächsten 20 Jahren auf etwa 46.000 Fahrzeuge geschätzt. Die Branche steht vor der Herausforderung, in Kapazitätsaufbau und Technologieentwicklung zu investieren, während gleichzeitig der Druck zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen steigt.

Die Luftfahrtbranche sichert weltweit Millionen Arbeitsplätze und ist ein bedeutender Wirtschaftssektor. In Anbetracht der gewissen Unsicherheiten bleibt es jedoch abzuwarten, wie gut die thailändische Infrastruktur mit der rasant steigenden Nachfrage Schritt halten kann. Die Weichen sind gestellt, und mit den geplanten Erweiterungen zeigen Thailand und die AOT ein bemerkenswertes Engagement für die Stärkung ihrer Luftfahrtinfrastruktur.