Heute ist der 27.02.2026. Die thailändische Regierung hat kürzlich Pläne bekannt gegeben, die Passagiergebühr (Passenger Service Charge, PSC) für internationale Reisende zu erhöhen. Ab dem 20. Juni 2026 wird die Gebühr von derzeit 739 Baht (ca. Rp 399.000) um 53 % auf 1.120 Baht (Rp 604.000) pro Person steigen. Diese Maßnahme wurde vom Zivilluftfahrt-Ausschuss genehmigt und soll die finanzielle Widerstandsfähigkeit der Flughafenbehörde stärken. Die Erhöhung betrifft sechs große Flughäfen: Suvarnabhumi, Don Mueang, Phuket, Hat Yai, Chiang Mai und Chiang Rai. Die Gebühr für inländische Passagiere bleibt unverändert bei 130 Baht (ca. Rp 70.000). Die PSC-Gebühr wird direkt in den Flugticketpreis integriert, um den Abreiseprozess zu vereinfachen.

Samart Ratchapolsitte, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der Demokratischen Partei, betonte, dass Preiserhöhungen mit spürbaren Verbesserungen der Einrichtungen einhergehen müssen. Er forderte Verbesserungen wie kürzere Einwanderungsschlangen und schnellere Gepäcksysteme als Ausgleich für die Gebührenerhöhung. Paweena Jariyathitipong, die Präsidentin von Airports of Thailand (AOT), erklärte, dass die Einnahmen aus der Gebührenerhöhung in große Infrastrukturprojekte fließen werden. Dazu gehört der Bau des South Terminal am Flughafen Suvarnabhumi, dessen Kosten über 200 Milliarden Baht (ca. Rp 108 Billionen) betragen werden. Die Mittel sollen auch für technologische Modernisierungen wie Selbst-Check-in-Kioske und biometrische Systeme verwendet werden. Das Ziel ist, die Wettbewerbsfähigkeit der thailändischen Flughäfen im Hinblick auf das steigende internationale Passagieraufkommen zu gewährleisten.

Erhöhung der Gebühren an regionalen Flughäfen

Zusätzlich zu den großen Flughäfen hat Thailand’s Luftfahrtbehörde auch die Passagiergebühr für internationale Reisende an sechs regionalen Flughäfen erhöht. Diese Änderung tritt bereits am 1. Oktober 2025 in Kraft. Die betroffenen Flughäfen sind Krabi, Surat Thani, Ubon Ratchathani, Khon Kaen, Nakhon Si Thammarat und Phitsanulok. Die Gebühr für internationale Abflüge ist von 400 Baht auf 425 Baht pro Person gestiegen. Auch die Gebühr für inländische Reisende wurde erhöht, von 50 Baht auf 75 Baht. Die Erhöhung ist Teil eines umfassenderen Plans zur Einführung fortschrittlicher Technologien zur Passagierabfertigung, einschließlich automatisierter Check-in- und Selbstbedienungskioske. Die AOT untersucht zudem eine mögliche weitere Erhöhung der PSC für die großen Flughäfen, wobei die Gebühren auf bis zu 1.120 Baht steigen könnten, wenn dies genehmigt wird.

Einordnung der Nachfrage im Luftverkehr

Die steigenden Gebühren werfen jedoch Fragen zur Nachfrage im Luftverkehr auf. Eine Studie im Auftrag von T&E hat untersucht, inwiefern nationale Luftverkehrssteuern und -gebühren für den Rückgang der Passagierzahlen nach der Pandemie verantwortlich sind. Die Ergebnisse zeigen, dass Flughäfen mit niedrigen Standortkosten keine höheren Passagierzahlen garantieren. Tatsächlich haben Flughäfen mit höheren Kosten tendenziell mehr Passagiere. Ein Beispiel hierfür ist der Flughafen Heathrow, der die höchsten standortbezogenen Kosten in Europa aufweist und gleichzeitig die höchsten Passagierzahlen hat. Es besteht also nur eine schwache Korrelation zwischen Kosten und Passagierzahlen.

Wichtige Faktoren für die Bedeutung eines Flughafens sind Drehkreuze, internationale Abkommen und Marktstrategien. Höhere Preise haben in der Vergangenheit die Nachfrage nicht gebremst; so stieg die Passagierzahl in Deutschland trotz höherer Flugbenzinpreise um 75 % zwischen 2000 und 2019. Die Nachfrage im Luftverkehr wird hauptsächlich durch das Angebot bestimmt, da Fluggesellschaften ihre Flugpläne Monate im Voraus festlegen. Auch die Reise- und Unterkunftskosten können die Nachfrage beeinflussen. Der Rückgang der Nachfrage nach COVID-19 wird zudem mit dem globalen Rückgang von Geschäftsreisen in Verbindung gebracht.

In Anbetracht dieser Entwicklungen wird empfohlen, dass die Bundesregierung Luftverkehrssteuern und -gebühren nicht senkt, um öffentliche Einnahmen zu sichern. Eine nationale Ticketsteuer sollte wirtschaftliche Externalitäten widerspiegeln, wobei höhere Steuersätze für klimabelastende Tickets gelten sollten. Einnahmen aus fairer Besteuerung könnten in nachhaltige Flugkraftstoffe investiert werden und somit einen positiven Beitrag zur Luftfahrt leisten.

Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich die Erhöhungen der Passagiergebühren auf die Reisenden und die Wettbewerbsfähigkeit der thailändischen Flughäfen auswirken werden. Die thailändische Regierung hofft, dass diese strategische Investition in die Luftfahrtinfrastruktur die Betriebseffizienz verbessern und den Reisenden mehr Komfort bieten wird. Mehr Informationen finden Sie in den Quellen: Tempo und Thai Times.