Am 9. Februar 2026 wurde am Suvarnabhumi Flughafen in Bangkok ein 36-jähriger vietnamesischer Mann festgenommen, der versucht hatte, nahezu 12 Kilogramm Nashornhörner zu schmuggeln. Wie The Thaiger berichtet, geschah die Festnahme im Rahmen einer gemeinsamen Operation zur Bekämpfung des Wildtierhandels, bei der die C.I.Q.-Behörden und die Polizei für Umweltkriminalität eng zusammenarbeiteten.
Der Verdächtige war auf dem Weg von Lubumbashi in der Demokratischen Republik Kongo nach Vientiane in Laos, hatte jedoch zuvor Äthiopien und Thailand durchquert. Während der Routinekontrolle stellte ein Röntgenscan Unregelmäßigkeiten in einem Schaumstoffbehälter fest, was die Beamten alarmierte. In der detaillierten Durchsuchung der Gepäckstücke fanden sie sechs Nashornhörner, die in insgesamt drei Paketen verpackt waren und zusammen 11,75 Kilogramm wogen. Zur Tarnung wurden zudem drei Stücke unbekannter Tierhaut entdeckt, die rund 12 Kilogramm wogen.
Rechtliche Konsequenzen und internationale Relevanz
Die Fälle von Wildtiersmuggel sind in Thailand keine Seltenheit. Wenn der Mann verurteilt wird, könnte er mit bis zu zehn Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von bis zu 1 Million Baht, was etwa 32.000 US-Dollar entspricht, rechnen. Die Nashornhörner wurden zur forensischen Untersuchung und Artenverifizierung überführt. Auch das dazugehörige iPhone 14 Pro Max wurde als Beweismittel sichergestellt, da der Verdächtige keine Genehmigungen für den Import oder Export der Wildtierprodukte vorlegen konnte.
Diese Festnahme ist Teil eines größeren Musters. Thailand ist ein bedeutender Umschlagplatz für Wildtierschmuggel, wobei die Hörner auf dem Schwarzmarkt hohe Preise erzielen können. Laut Channel News Asia sind alle fünf Nashornarten international geschützt, und der Handel mit ihren Hörnern ist verboten. Tatsächlich zeigt die Alarmstufe des weltweiten Tierschmuggels durch die hohen Gewinne, dass Kriminelle oft neue Routen wählen und ausgeklügelte Methoden entwickeln, um den Behörden zu entkommen.
Sicht der internationalen Gemeinschaft
Die Bekämpfung des Wildtierhandels ist nicht nur ein nationales, sondern auch ein internationales Anliegen. Wie ZDF berichtet, wird die Tierschmuggel im Rahmen operativer Maßnahmen wie „Operation Thunder“ auf globaler Ebene verfolgt, die 138 Länder umfasste und bei der über 20.000 Wildtiere sichergestellt wurden. Trotz strenger Gesetze gibt es in vielen Ländern, einschließlich der EU, Herausforderungen bei der Umsetzung, oft aufgrund mangelnder Ressourcen und Fachkompetenz.
Die aktuellen Ereignisse in Bangkok sind ein weiteres Zeichen dafür, dass die internationale Gemeinschaft auf Merkmale von Wildtierkriminalität reagieren muss. Die Zusammenarbeit zwischen den Ländern ist entscheidend, um die Netzwerke zu zerbrechen, die dieses bedenkliche Geschäft aufrechterhalten.