Am 2. Februar 2026 haben thailändische Behörden einen bedeutenden Versuch des transnationalen Wildtierhandels am Suvarnabhumi Airport in Bangkok vereitelt. Bei einer gezielten Kontrolle wurde ein männlicher Passagier aus den Philippinen festgenommen, nachdem in seinem Gepäck lebende geschützte Tiere entdeckt wurden. Diese Durchsuchung erfolgte auf Basis eines Hinweises und dem geschulten Profiling von Zollbeamten laut Asianews.
Im Gepäck des Verdächtigen fanden die Beamten einen Waran sowie eine riesige Waldratte. Der geschätzte Marktwert der beschlagnahmten Tiere beläuft sich auf etwa 1.450 USD (rund 50.000 Baht). Der Passagier wurde in Gewahrsam genommen und sieht sich nun formellen Anklagen gegenüber, die auf dem Wild Animal Conservation and Protection Act (2019) basieren. Weitere Anklagen könnten sich aus dem Animal Epidemics Act (2015) und dem Customs Act (2017) ergeben berichtet Nation Thailand.
Schutzmaßnahmen und internationale Zusammenarbeit
Die zuständigen Behörden haben betont, dass solche Aktivitäten oft Teil größerer, transnationaler Syndikate sind, die das weltweite Ökosystem erheblich schädigen. Um dem entgegenzuwirken, plant die Zollbehörde, die Kontrollen von Gepäckstücken zu intensivieren und die Überwachung auf als „Hochrisiko“ klassifizierten Routen zu verstärken. Außerdem haben sie ihre Verpflichtung zur Einhaltung des Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen, besser bekannt als CITES, bekräftigt Asianews.
Das CITES-Abkommen wird als zentrales Instrument betrachtet, um den Handel mit bedrohten Arten zu regulieren. Dies ist besonders relevant, da auf der 20. CITES-Konferenz, die vom 24. November bis 5. Dezember in Usbekistan stattfindet, die Ansätze für den Schutz der globalen Biodiversität diskutiert werden so ZDF Heute.
Dr. Mark Auliya, ein Experte für internationalen Artenschutz, hebt die Bedeutung dieser Konferenzen hervor und fordert mehr Gehör für wissenschaftliche Erkenntnisse im Bereich des Artenschutzes. Ein weiteres Anliegen sind die unzureichenden Handelsregulierungen, die häufig den wirtschaftlichen Interessen gewisser Arten den Vorzug geben und damit den Schutz vieler andere gefährdeter Arten in den Hintergrund drängen.
Insgesamt zeigt dieser Vorfall am Suvarnabhumi Airport einmal mehr, wie wichtig die internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen den illegalen Tierhandel ist und dass auch im kleinen Thailand ein Teil der großen Last des Artenschutzes getragen werden muss.