Die Meldungen über den illegalen Wildtierhandel reißen nicht ab. Aktuell wurde am Suvarnabhumi Flughafen in Bangkok ein indischer Staatsbürger festgenommen, während er versuchte, zwei lebende Indochinesische Lutungs aus Thailand zu schmuggeln. Diese Affenart, auch bekannt als Silber-Leaf-Affen, hatte einen Wert von etwa 100.000 Baht und war geschickt im persönlichen Gepäck des Verdächtigen versteckt, wie Nation Thailand berichtet.

Die Festnahme erfolgte dank einer gemeinsamen Operation der Zollbehörden und des Wildtier-Checkpoints. Santanee Phairattanakorn, die Direktorin des Zollamtes für Passagierinspektion am Flughafen, bestätigte die Einzelheiten der Beschlagnahme am Mittwoch. Der Verdächtige wollte gerade in einen Flug zur Republik Indien einsteigen, als er geschnappt wurde.

Neue Taktiken im Wildtier-Schmuggel

Die Situation rund um den Wildtierhandel entwickelt sich weiter. Vor rund drei Wochen wurden am Bengaluru International Airport in Indien zwei thailändische Frauen, No-Ree Tenglong und Faesah Makseng, festgenommen, weil sie versuchten, exotische Wildtiere aus Thailand zu schmuggeln. Ihr Gepäck enthielt einen Douc Langur, eine bedrohte Primatenart, die leider während des Transports verstarb, sowie zwei Writhed Hornbills, die durch das Wildlife Crime Control Bureau gerettet und später nach Thailand deportiert wurden. Dies zeigt, dass die Schmuggler ihre Taktiken anpassen, um den wachsenden Kontrollen zu entkommen. Laut New Indian Express könnten nun vermehrt ausländische Staatsbürger als „Mules“ eingesetzt werden, um das Risiko für die Haupttäter zu verringern.

Immer mehr Schmuggler nutzen anscheinend ausländische Passagiere, während früher vor allem indische Staatsbürger aus Tamil Nadu in diesen Operationen verwickelt waren. Dies könnte auf eine Strategiewechsel der internationalen Wildtier-Trafficking-Syndikate hindeuten, die versuchen, die Profilierungsmaßnahmen der Behörden zu umgehen.

Internationale Zusammenarbeit gegen Wildtierhandel

Gerade in dieser Zeit gewinnt die Diskussion um den internationalen Schutz von Wildtieren, insbesondere wie durch CITES geregelt, an Bedeutung. Die UNODC hebt hervor, dass die Konvention über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten von Flora und Fauna (CITES) ein System aus Genehmigungen und Zertifikaten implementiert hat, um den Handel mit bedrohten Pflanzen und Tieren zu regulieren. CITES schützt insgesamt etwa 30.000 Pflanzen- und 5.800 Tierarten, jedoch bleibt die Wirksamkeit im Kampf gegen den Wildtierhandel oft begrenzt.

Es bleibt abzuwarten, wie die internationalen Bemühungen und eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Behörden in den betroffenen Ländern den illegale Handel künftig eindämmen werden. Die Festnahmen in Thailand und Indien sind jedoch klare Indikatoren dafür, dass da etwas im Gange ist und die Behörden wachsam bleiben müssen.

Ein Thema, das unsere Aufmerksamkeit verdient, und das zeigt, dass jeder von uns einen Beitrag leisten kann, um dieses wichtige Anliegen zu unterstützen. Die Zukunft vieler Arten hängt von den Maßnahmen ab, die heute ergriffen werden. Ein gutes Händchen bei der Aufklärung und dem Schutz unserer Wildtiere ist gefragt!