Heute ist der 24.02.2026 und Bangkok steht vor einer Herausforderung: Die Temperaturen steigen und extreme Hitze wird zur neuen Normalität. Um der Hitze entgegenzuwirken, implementiert die Bangkok Metropolitan Administration (BMA) ein umfassendes Hitzemanagementprogramm, das unter anderem die Einrichtung von klimatisierten Kühlzentren umfasst. Diese Initiative zielt darauf ab, die Bewohner vor den steigenden Temperaturen und Klimarisiken zu schützen.

Die BMA hat insgesamt 379 hitzegefährdete Zonen in der Stadt identifiziert, die unter anderem Baustellen, Märkte und dicht besiedelte Wohngegenden umfassen. In diesen Gebieten, wo die Gefahr von Hitzestress besonders hoch ist, werden die 120 neu eingerichteten Kühlzentren während der heißen Jahreszeit, die von Ende Februar bis Mitte Mai dauert, vor allem in den Monaten März und April betrieben. Die Kühlzentren bieten nicht nur eine willkommene Abkühlung, sondern auch Trinkwasser und grundlegende Erste-Hilfe-Unterstützung.

Ein vielschichtiger Ansatz zur Hitzebewältigung

Das Hitzemanagementprogramm der BMA, das auch von der Weltbank unterstützt wird, verfolgt eine vierstufige Hitzewarnsystematik. Dieses System nutzt Farbcodes, um die Öffentlichkeit über die Gefahren von Hitzewellen zu informieren: von grün für „Überwachung“ bis rot für „extreme Gefahr“. Der Heat Index, der Temperatur und Luftfeuchtigkeit berücksichtigt, wird verwendet, um potenzielle Gesundheitsrisiken für die Bevölkerung zu bewerten.

Die Auswirkungen des städtischen Klimas sind nicht zu unterschätzen. Laut der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) führt die Urban Heat Island (UHI) – ein typisches Merkmal des Stadtklimas – zu signifikanten Temperaturunterschieden zwischen Stadt und Umland. Dies hat zur Folge, dass die Lufttemperaturen in städtischen Gebieten, besonders nachts, deutlich höher sind, was vor allem für ältere Menschen und Vorerkrankte ein Gesundheitsrisiko darstellt.

Grüne Lösungen für eine heiße Zukunft

Ein zentraler Bestandteil des Hitzemanagementplans ist die Schaffung und Erweiterung grüner Flächen. Diese sollen nicht nur zur Kühlung der Stadt beitragen, sondern auch das Wohlbefinden der Bevölkerung fördern. Studien zeigen, dass fehlende Vegetation und versiegelte Flächen in Städten zu unzureichender Abkühlung führen, was die negativen Effekte der städtischen Wärmeinsel verstärkt.

Die BMA ermutigt die Bewohner, die Hitzewarnungen zu beachten, ihre Aktivitäten im Freien während extremer Hitze zu reduzieren und die Kühlzentren zu nutzen. Ein neu gegründeter Hitzemanagementausschuss wird die Bemühungen über verschiedene Behörden hinweg koordinieren, um einen proaktiven Ansatz im Umgang mit Hitzerisiken zu gewährleisten.

Fazit: Bangkok auf hitzige Zeiten vorbereitet

Bangkok bereitet sich auf die Herausforderungen der kommenden Hitzejahre vor. Mit einem klaren Plan, der die Zusammenarbeit von verschiedenen Institutionen und die Einbeziehung der Bevölkerung betont, wird die Stadt versuchen, die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen steigender Temperaturen zu minimieren. Indem die BMA die Infrastruktur der Stadt anpasst und gleichzeitig neue Strategien zur Bewältigung des Klimawandels entwickelt, ist Bangkok auf dem besten Weg, eine kühlere und lebenswertere Stadt zu werden.