In Bangkok sorgt die Waran-Population für Aufregung. Vor zehn Jahren versuchten die Behörden, diese durch Fangmaßnahmen zu reduzieren, nachdem Jogger und Radfahrer sich über die Reptilien beschwert hatten, die ihre Wege kreuzten. Diese Maßnahmen wurden jedoch ohne die Einbeziehung von Experten durchgeführt und fanden erst nach der Eiablage der Warane statt. Die Entfernung vor allem der größten Warane hatte unerwartete Folgen: Die Jungtiere hatten dadurch weniger natürliche Feinde und die Population erholte sich schnell. Heute sind Bindenwarane, die zu den intelligentesten Reptilien gehören, wieder zahlreich in der Region anzutreffen. Sie können zählen und mentale Karten ihres Reviers erstellen, was ihre Anpassungsfähigkeit unterstreicht. In Thailand-Foren diskutieren Nutzer über ihre Beobachtungen der Bindenwarane, wobei der Ausdruck von Überlebenskunst in der Faszination für diese Tiere oft erwähnt wird. Quelle
Bindenwarane (Varanus salvator) gehören zur Gattung der Warane und sind große, dunkel gefärbte Echsen. Sie erreichen Längen von bis zu 3 Metern und sind vor allem in Südostasien verbreitet – von der Hinterindischen Halbinsel über Indonesien bis nach Sulawesi. Diese Reptilien sind tagaktiv und Einzelgänger, die sich als opportunistische Jäger an verschiedene Beutetiere anpassen. Ihr Lebensraum reicht von Flüssen in Regenwäldern über Mangroven bis hin zu anthropogenen Landschaften. Besonders faszinierend ist ihre Fähigkeit, in Wasser zu schwimmen und sich dort auch thermoregulatorisch zu verhalten. Quelle
Verhalten und Gefahren
Bindenwarane sind für Menschen in der Regel ungefährlich, solange man sie in Ruhe lässt. Im Gegensatz zu ihren Verwandten, den Komodowaranen, die Menschen jagen, zeigen Bindenwarane kein aggressives Verhalten. Es ist jedoch wichtig, die Warnsignale dieser Tiere ernst zu nehmen: Das Aufrichten oder Aufblähen des Kehlsacks sind Zeichen dafür, dass man Abstand halten sollte. Berührungen der Warane sollten aufgrund ihrer scharfen Krallen vermieden werden. In Thailand führt die Faszination für diese Echsen zu einer regen Diskussion in Foren, in denen ihre Beobachtungen als Ausdruck von Überlebenskunst beschrieben werden. Quelle
Die Fortpflanzung der Bindenwarane erfolgt ganzjährig in tropischen Gebieten, wobei Weibchen Gelege von 5 bis 40 Eiern ablegen. Jungtiere schlüpfen nach 7 bis 9 Monaten. Diese Reptilien leben in einem Aktionsraum, der von 200 m² bis zu 22,6 ha variieren kann. Ihr Nahrungsspektrum ist breit gefächert und umfasst Insekten, Fische, Reptilien, Vögel, Eier und sogar Aas. In einigen Kulturen werden Bindenwarane als unrein betrachtet, was zu ihrer Verfolgung führt. Trotz dieser Herausforderungen gelten sie laut IUCN als ungefährdet. Quelle
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Bindenwarane ein wesentlicher Bestandteil des Ökosystems in Südostasien sind. Ihre Anpassungsfähigkeit und ihre Intelligenz machen sie zu faszinierenden Lebewesen, die sowohl in freier Wildbahn als auch in Zoos weltweit bewundert werden. Angesichts ihrer Bedeutung für die Biodiversität sollten wir weiterhin ein Auge auf ihre Lebensräume und die Herausforderungen, denen sie gegenüberstehen, haben.