Heute ist der 21.02.2026 und die Handelsbeziehungen zwischen Thailand und den USA stehen vor einem Wendepunkt. Am 25. April 2024 transportierten Container im Laem Chabang Tiefseehafen in der Provinz Chon Buri, während in den USA der Supreme Court eine wichtige Entscheidung traf. Das Gericht erklärte die Verwendung des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) durch Präsident Donald Trump zur Verhängung von Zöllen für verfassungswidrig. Mit 6-3 Stimmen entschied das Gericht, dass die Befugnis zur Erhebung von Zöllen dem Kongress vorbehalten ist. Diese Entscheidung betrifft die unter dem IEEPA verhängten Zölle, die etwa die Hälfte der seit letztem Jahr erhobenen Zoll-Einnahmen ausmachten, und könnte damit weitreichende Konsequenzen für den internationalen Handel haben.

In der Folge kündigte Trump einen globalen Zoll von 10% auf importierte Waren an, der 150 Tage ab dem 25. April 2024 in Kraft tritt. Dies geschieht unter Abschnitt 122 des Trade Act von 1974, der dem Präsidenten das einseitige Erheben von Zöllen erlaubt. Während der neue Zoll von 10% niedriger ist als der vorherige reziproke Zollsatz von 19% für Thailand, bleibt die Unsicherheit über Rückerstattungen bereits gezahlter Zölle bestehen. Thailands Handelsministerium beobachtet die Entwicklungen in der US-Handelspolitik genau und hat sich verpflichtet, thailändische Unternehmen zu schützen.

Die Reaktionen der thailändischen Wirtschaft

Dhanakorn Kasetrsuwan, Vorsitzender des Thai National Shippers’ Council, sieht das Gerichtsurteil als positives Zeichen für die Rechtsstaatlichkeit. Er betont, dass das Urteil kurzfristig rechtliche Unsicherheiten verringern und die Importkosten in die USA positiv beeinflussen könnte. Dennoch warnt das Council, dass dies nicht das Ende von Handelschutzmaßnahmen bedeutet, da das Gericht keine Rückerstattungen bereits erhobener Zölle behandelt hat. Die Unsicherheit über die US-Handelspolitik bleibt bestehen; Unternehmen stehen unter Druck, ihre Exportmärkte zu diversifizieren und Risiken sorgfältig zu bewerten.

Kobsak Pootrakool, Vorsitzender der Federation of Thai Capital Market Organizations (Fetco), hebt Trumps Absicht hervor, Zölle auf Importe zu erhöhen. Thai-Exporteure könnten besonders betroffen sein, da wichtige Exportkategorien wie Festplattenlaufwerke, integrierte Schaltkreise, Automobile und Autoteile unter dem neuen Zoll leiden könnten. Auch Haushaltsgeräte, insbesondere Klimaanlagen und Kühlschränke, sowie Luxusgüter wie Schmuck sind gefährdet.

Handelsstrategien und zukünftige Entwicklungen

Nach dem Wegfall der IEEPA-basierten reziproken Zölle und der Anwendung des 10% Zolls unter Abschnitt 122 müssen thailändische Exporteure mehrere Gebühren zahlen, darunter den Standard-US-Importzollsatz für das Produkt (MFN) und mögliche spezielle Strafen wie Anti-Dumping-Zölle oder Ausgleichszölle. Diese Regelung tritt am 24. Februar 2026 um 00:01 Uhr in Kraft und gilt bis zum 23. Juli 2026, es sei denn, es gibt Änderungen oder eine Verlängerung durch den US-Kongress.

Das thailändische Handelsministerium priorisiert proaktives Management der Auswirkungen auf thailändische Unternehmen durch Handelsverhandlungen, Risikoanalysen und Unternehmensbriefings. Unternehmen können weitere Informationen über die Hotline der Abteilung für Handelsverhandlungen erhalten. In dieser unsicheren Zeit ist es entscheidend, dass die thailändische Wirtschaft flexibel und anpassungsfähig bleibt.

Insgesamt bleibt die US-Handelspolitik unberechenbar. Es besteht die Möglichkeit, dass die USA andere Maßnahmen wie Abschnitt 232 des Trade Expansion Act von 1962 anwenden, insbesondere in Fällen, die mit nationalen Sicherheitsbedrohungen verbunden sind. Zudem könnte Abschnitt 301 des Trade Act von 1974 zur Anwendung kommen, um auf als unfair betrachtete Handelspraktiken zu reagieren. Die Entwicklungen in den nächsten Monaten werden entscheidend dafür sein, wie Thailand auf diese Herausforderungen reagiert und welche Strategien zur Minderung der negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft ergriffen werden.

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