Am 14. Februar 2026, während der Olympischen Spiele in Mailand, erlebte der US-amerikanische Eiskunstläufer Ilia Malinin ein dramatisches Wettkampf-Finale im Männer-Freiskate. Der als „Vierfachgott“ bekannte Athlet, der zuvor als sicherer Goldmedaillenkandidat galt, musste sich mit dem achten Platz zufriedengeben. Malinin fiel in seinem Auftritt gleich zwei Mal und landete lediglich drei der sieben geplanten Quadruple-Jumps. Dies resultierte in einer Punktzahl von 156,33, die über 80 Punkte unter seiner persönlichen Bestleistung lag. Angesichts der hohen Erwartungen, die an ihn gestellt wurden, äußerte er, dass Nervosität und möglicherweise die Eisbedingungen seinen Leistungseinbruch beeinflusst hätten. Trotz seiner Schwierigkeiten fand er Trost im sportlichen Respekt und gratulierte dem späteren Olympiasieger Mikhail Shaidorov nach dem Wettkampf.
Malinin, der mit nur zwei Jahren mit dem Eiskunstlaufen begann und von seinen ebenfalls sportlich aktiven Eltern inspiriert wurde, hatte erst vor zwei Monaten bei den Grand Prix Finals eine herausragende Leistung gezeigt. Dort gelang ihm der Sprung über sieben Quadruple, einschließlich des historischen Quadruple Axel. Sein geplanter Quad Axel verwandelte sich jedoch beim Wettkampf in einen einfachen Sprung, was sowohl das Publikum als auch Experten überraschte. ARD-Expertin Katharina Witt reagierte schockiert auf Malinins Leistung und bemerkte: „Dass er so auseinanderfällt, hätte keiner vermutet.“
Der Weg zum Olympischen Finale
Vor den Olympischen Spielen hatte Malinin bereits im Teamwettbewerb Gold gewonnen und wurde als Pionier des Eiskunstlaufs gefeiert. Er ist der erste Eiskunstläufer, der einen vierfachen Axel erfolgreich landete und stellte im Jahr 2024 seinen ersten Weltmeistertitel sowie einen Weltrekord im Grand-Prix-Finale auf. Im Dezember 2025 verbesserte er seinen eigenen Weltrekord auf beeindruckende 238,24 Punkte. Dennoch betont Malinin, dass er sich keine Gedanken über Medaillen macht, sondern sich darauf konzentriert, seine beste Leistung abzurufen.
Psychologische Aspekte im Eiskunstlauf
Die Herausforderungen, denen Athleten wie Malinin gegenüberstehen, sind nicht nur technischer Natur. Sportpsychologie spielt eine entscheidende Rolle im Eiskunstlauf, wie das neu veröffentlichte sportpsychologische Rahmenkonzept zeigt, welches von der Deutschen Sporthochschule Köln in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Sportwissenschaften (BISp) entwickelt wurde. Dieses Konzept berücksichtigt die Bedürfnisse der Athleten in verschiedenen Alters- und Entwicklungsstufen und bietet Handlungsempfehlungen für Trainer und Sportler. Solche wissenschaftlich fundierten Ansätze könnten Athleten wie Malinin unterstützen, besser mit dem Druck und den Erwartungen umzugehen, die mit den Olympischen Spielen verbunden sind.
Insgesamt bleibt abzuwarten, wie Ilia Malinin aus seinen Erfahrungen in Mailand lernen wird und welche Schritte er in seiner sportlichen Karriere als Nächstes unternehmen wird. Die olympischen Spiele sind nicht nur ein Test des Könnens, sondern auch eine Prüfung des Geistes, und die kommenden Wettkämpfe könnten eine neue Chance für den jungen Athleten darstellen, sein volles Potenzial zu entfalten.
Für weitere Informationen zu Malinins Geschichte und den Entwicklungen im Eiskunstlauf besuchen Sie die Artikel auf Bangkok Post und Sportschau. Zudem bietet das sportpsychologische Rahmenkonzept umfassende Einblicke in die Herausforderungen, mit denen Eiskunstläufer konfrontiert sind und ist über die DEU Webseite zugänglich, wie in diesem Artikel beschrieben: Eislauf-Union.