Im Herzen Bangkoks, wo Wolkenkratzer und geschäftige Straßen aufeinanderprallen, bietet der Lumphini-Park eine grüne Oase der Ruhe. Dieser Park, der in den 1920er-Jahren unter der Regentschaft von König Vajiravudh (Rama VI.) angelegt wurde, ist nach Lumbini in Nepal benannt, dem Geburtsort des Buddha. Mit einer Fläche von 576.000 Quadratmetern ist er der größte Park im Zentrum der Stadt und zieht sowohl Einheimische als auch Touristen an, die hier joggen, entspannen oder einfach die Natur genießen möchten. Besonders faszinierend sind die Hunderte von Bindenwaranen, die im Park leben. Diese beeindruckenden Reptilien, auch bekannt als Varanus salvator, erreichen Längen von bis zu drei Metern und sind auf den Wiesen, Wegen und in den Seen des Parks anzutreffen. Touristen fotografieren die Warane häufig aus sicherer Distanz, da sie zwar an Menschen gewöhnt sind, jedoch nicht angefasst werden sollten, da sie bei Bedrohung zubeißen können.

Der Lumphini-Park erfreut sich nicht nur wegen seiner natürlichen Schönheit, sondern auch aufgrund seiner Tierwelt großer Beliebtheit. Schätzungen zufolge leben Tausende von Bindenwaranen in Bangkoks Kanälen, und Hunderte von ihnen haben sich im Lumphini-Park niedergelassen. Diese hohe Bestandsdichte ist auf das reichhaltige Nahrungsangebot zurückzuführen. Parkbesucher füttern häufig die Fische, was zur Überpopulation der Warane führt, die zudem auch nach essbaren Abfällen zwischen Zivilisationsmüll suchen. Experten weisen darauf hin, dass Bindenwarane zu den intelligentesten Reptilien gehören und möglicherweise zählen können. In der Regel sind sie nicht gefährlich für Menschen, sollten jedoch respektiert werden.

Ein Blick auf die Bindenwarane

Die Bindenwarane, die im Lumphini-Park leben, sind bekannt für ihre beeindruckende Größe – meist über 200 cm und ein Gewicht von etwa 15 kg. Diese tagaktiven Reptilien sind hervorragende Kletterer und Schwimmer und bevorzugen Lebensräume wie brackige Mangroven und bewaldete Flussufer. Ihre Lebensweise und Anpassungsfähigkeit machen sie zu einem spannenden Studienobjekt für Biologen und Tierliebhaber.

Ein typischer Morgen im Lumphini-Park zeigt oft das Bild von Joggern und Tai-Chi-Fans, die den Park nutzen, während die Tropenhitze über Bangkok schwebt. In dieser Kulisse wird ein zwei Meter langer Bindenwaran von einem Touristen entdeckt und gleitet elegant ins Wasser eines Sees. Diese Szenen sind nicht nur schön anzusehen, sie verdeutlichen auch die besondere Beziehung zwischen Mensch und Natur in dieser urbanen Umgebung.

Herausforderungen und Schutzmaßnahmen

Die Behörden Bangkoks haben in der Vergangenheit versucht, die Population der Bindenwarane zu regulieren. Im Jahr 2016 wurde beschlossen, einen Teil der Warane in ein Reservat außerhalb der Stadt umzusiedeln. Allerdings geschah dies nicht in Abstimmung mit Fachleuten, was die Situation komplizierter machte. Die Fangmaßnahmen fanden zudem nach der Eiablage statt, was dazu führte, dass größere Warane entfernt wurden und die Zahl der Jungtiere anstieg.

Bangkok arbeitet daran, ihren Ruf als eine der grünsten Städte Asiens zu verbessern, und der Lumphini-Park spielt eine zentrale Rolle dabei. Ein neuer Verbindungssteg verbindet ihn mit dem Benjakitti-Park und erweitert die Möglichkeiten für Erholung und Naturerlebnis in der Stadt. Die „New York Times“ hat Bangkok kürzlich als einen der 52 Orte gelistet, die man 2026 besuchen sollte, und hebt dabei den Lumphini-Park hervor. Dies ist ein weiterer Beweis für das Potenzial dieses Stadtparks, Natur und Urbanität harmonisch zu vereinen.

Für alle, die Bangkok besuchen, ist der Lumphini-Park ein unverzichtbares Ziel. Hier kann man nicht nur die beeindruckenden Bindenwarane beobachten, sondern auch die Seele der Stadt inmitten von Natur und urbanem Leben spüren. Weitere Informationen zu den faszinierenden Reptilien und dem Park selbst finden Sie in diesem Artikel und in diesem Bericht.

Zusätzliche Details und Informationen über den Lumphini-Park finden Sie auch in diesem Beitrag.