Heute ist der 17.02.2026 und in Bangkok ist die Nachricht über den Besuch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Indien ein heißes Thema. Macron und seine Frau Brigitte sind in Mumbai angekommen, um am Dienstag mit dem indischen Premierminister Narendra Modi zu sprechen. Diese dreitägige Reise zielt darauf ab, die Zusammenarbeit in den Bereichen künstliche Intelligenz (KI) und Verteidigung zu vertiefen. Im Mittelpunkt steht ein möglicher milliardenschwerer Deal über 114 zusätzliche Dassault Rafale Kampfjets, der als „Vertrag des Jahrhunderts“ bezeichnet wird. Diese Informationen stammen unter anderem von einem Artikel der Bangkok Post.

Macron hat bereits in sozialen Medien betont, dass er sich auf diesen Besuch freue und die bilateralen Beziehungen zwischen Frankreich und Indien auf neue Höhen bringen möchte. Modi bezeichnete Macron als „lieben Freund“ und äußerte die Hoffnung auf eine Stärkung der Partnerschaft. Bereits seit 2017 ist dies Macrons vierter Besuch in Indien, diesmal jedoch sein erster in Mumbai. Der Besuch umfasst auch eine Ehrung der Opfer der Anschläge von Mumbai 2008 sowie ein Treffen mit Bollywood-Stars, was die kulturellen Verbindungen zwischen den beiden Ländern unterstreicht.

Strategische Partnerschaft im Fokus

Ein zentraler Punkt des Treffens wird die Überprüfung der Fortschritte in der strategischen Partnerschaft zwischen Indien und Frankreich sein. Macron reist mit einer Delegation aus Geschäftsführern und Vertretern aus verschiedenen Sektoren, darunter Wirtschaft, Industrie und Kultur. Geplant sind auch Gespräche über globale wirtschaftliche Unsicherheiten sowie den Einfluss Chinas in der Region. Besonders brisant bleibt das Thema des Ukraine-Konflikts, da Indien Russland nicht für die Invasion im Jahr 2022 verurteilt hat und weiterhin Öl aus Russland bezieht.

Der potenzielle Kauf von 114 Rafale-Jets, der vom indischen Verteidigungsministerium bereits genehmigt wurde, könnte einen Umsatzanstieg für Dassault Aviation um das Fünffache bedeuten. Der Deal hat ein Gesamtvolumen von ca. 30,2 Milliarden Euro (3,25 Billionen Rupien). Ein bedeutender Aspekt dieses Kaufes ist, dass die Mehrheit der Jets in Indien hergestellt werden soll, was im Rahmen der „Make in India“-Initiative von Modi liegt. Nur 18 der 114 Rafale sollen komplett in Frankreich gefertigt werden, während 90 Flugzeuge mit 60% indischen Teilen in Indien produziert werden. Diese Kooperation zwischen Dassault und Tata Advanced Systems zur Produktion von Rafale-Rümpfen in Indien unterstreicht die wachsenden militärischen und wirtschaftlichen Verbindungen zwischen den beiden Nationen.

Ein Blick auf die militärischen Herausforderungen

Die indische Luftwaffe steht vor einem großen Modernisierungsbedarf, da sie derzeit über 29 Staffeln mit 18 bis 24 Kampfjets verfügt, während Pakistan 25 und China sogar 66 Staffeln hat. Der Kauf der Rafale-Jets könnte zudem Spekulationen über mögliche Käufe russischer Kampfjets (Su-57) entgegenwirken, die kurz vor einem geplanten Besuch von Wladimir Putin in Indien aufkamen. Neu Delhi plant eine verstärkte Rüstungskooperation mit Europa, um sich von der geopolitischen Konfrontation zwischen den USA, Russland und China abzusetzen.

Insgesamt zeigt der Besuch von Macron in Indien das Bestreben beider Länder, ihre strategische Partnerschaft zu intensivieren und sich gleichzeitig den Herausforderungen der globalen Sicherheit zu stellen. Die Gespräche über den Kampfjet-Deal und die Zusammenarbeit in der KI könnten wegweisend für die zukünftige Entwicklung der Beziehungen zwischen Indien und Frankreich sein. Für weitere Informationen zu diesem Thema verweisen wir auf die Times of India und die FAZ.