Thailand erlebt derzeit einen bemerkenswerten Wandel im Tourismussektor. In Bangkok sind die Fußgängerbrücken von chinesischen Touristen belebt, die ihre Kamera zücken, um die Atmosphäre der Stadt festzuhalten. Die Resorts in Pattaya sind fast vollständig ausgebucht, und auch die Restaurants in Bangkok erfreuen sich regem Zulauf. Dies deutet auf eine Erholung des thailändischen Tourismus hin, insbesondere durch die Rückkehr chinesischer Reisender, die seit Anfang Januar täglich über 30.000 nach Thailand reisen. Die thailändische Tourismusbehörde (TAT) prognostiziert für die Feiertage vom 13. bis 22. Februar rund 241.000 chinesische Besucher, was auf ein starkes Interesse an Thailand hindeutet. Die Gesamtzahl der chinesischen Touristen könnte bis Anfang 2026 sogar die Millionengrenze überschreiten. Für mehr Informationen zu diesem Thema können Sie die Quelle hier einsehen.
Ein besonders erfreuliches Zeichen ist die große Nachfrage nach dem Louis Vuitton Pop-up-Hotel in Bangkok, dessen Termine bereits alle reserviert sind. Boonanant Pattanasin, ein Berater des Präsidenten des Wirtschafts- und Tourismusverbands von Pattaya, berichtet von einem Anstieg der Touristenzahlen im Vergleich zum Vorjahr, wobei die Auslastungsraten in beliebten Gebieten für chinesische Touristen bei 75–80 % liegen. Dennoch gibt es einige Herausforderungen: Touristen beklagen die Auswirkungen des starken Baht, der die Preise in Thailand erhöht hat. Die Zahl der chinesischen Touristen in Thailand war im vergangenen Jahr um fast 30 % auf etwa 4,5 Millionen zurückgegangen, was die TAT dazu veranlasst, in diesem Jahr eine Erholung auf über 6 Millionen chinesische Besucher anzustreben.
Herausforderungen und Anpassungen im Tourismussektor
Trotz der positiven Entwicklungen sieht sich Thailand mit Herausforderungen konfrontiert. Die TAT prüft eine Überarbeitung ihrer Ziele für ausländische Touristen, da die ursprüngliche Prognose für 2025 von 37,46 Millionen Besuchern auf etwa 35,54 Millionen gesenkt werden könnte. Die erwartete Anzahl chinesischer Touristen in diesem Jahr liegt bei 4 Millionen, was zeigt, dass die Rückkehr der Reisenden aus Nordostasien langsamer verläuft als erhofft. Im ersten Quartal 2023 erlebte Thailand einen Rückgang der Touristenzahlen aus dieser Region um 20 %, während chinesische Besucher sogar um 30 % zurückgingen. Diese Entwicklungen stehen im Zusammenhang mit Sicherheitsbedenken und einem erhöhten regionalen Wettbewerb.
Um den heimischen Tourismus zu fördern, plant die TAT die Kampagne „Wir reisen zusammen“, die mit einem Budget von zwei Milliarden Baht in Kürze startet. Diese Initiative zielt darauf ab, den Inlandstourismus anzukurbeln, insbesondere während der Regenzeit. Der Fokus liegt dabei auf unabhängigen Reisenden und Langstreckenreisenden aus Europa, die in den letzten Monaten einen Anstieg von 16 % verzeichneten. Auch die Ausweitung des Fokus auf aufstrebende Märkte wie Indonesien, die Philippinen und Indien wird als strategischer Schritt betrachtet.
Langfristige Perspektiven und Sicherheitsmaßnahmen
Die thailändische Regierung ist sich der Herausforderungen bewusst und plant Maßnahmen zur Wiederbelebung des Tourismus. Dazu gehört die Stärkung der Sicherheitsmaßnahmen, insbesondere in Zusammenarbeit mit der Touristenpolizei. Der Rückgang der Besucherzahlen wird nicht nur durch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, sondern auch durch Sicherheitsbedenken und negative Berichterstattung über Vorfälle wie Betrugsfälle und Entführungen verursacht. Diese Faktoren haben das Vertrauen der Reisenden geschwächt und führten im Januar 2025 zu über 10.000 Flugstornierungen.
Die thailändische Regierung setzt zudem auf Diversifizierung, um Märkte wie Indien, Malaysia und Russland gezielt anzusprechen. Ein Beispiel für den Einfluss von Medien ist der „White Lotus-Effekt“, der zu einem 65 %-Anstieg der Buchungen aus den USA geführt hat. Dennoch reichen diese Erfolge nicht aus, um den Rückgang aus Asien auszugleichen. Experten betonen, dass eine umfassende Erholung des Tourismussektors mehrere Monate dauern könnte, und langfristige Investitionen in Sicherheit, Infrastruktur sowie nachhaltigen Tourismus notwendig sind. Für weiterführende Informationen, klicken Sie bitte hier.