Heute ist der 15.02.2026. In Bangkok, Thailand, sorgt ein tragischer Vorfall im Thon Buri Remand Prison für Besorgnis. Ein 44-jähriger männlicher Insasse ist an Affenpocken gestorben. Der Mann hatte mehrere Vorerkrankungen, darunter HIV, Hepatitis B und C sowie Syphilis, und litt unter einer schweren Immunschwäche, die auf unzureichende Behandlung zurückzuführen war. Er wurde am 14. Februar 2026 von der Abteilung für Krankheitskontrolle, unter der Leitung von Dr. Monthien Khanasawat, diagnostiziert.

Der Insasse wurde am 20. Januar 2026 in das Gefängnis eingeliefert, nachdem er mit Beinwunden angekommen war. Bald darauf entwickelte er hohes Fieber und einen Hautausschlag, was ihn zur sofortigen medizinischen Behandlung im Correctional Hospital führte. Trotz dieser Bemühungen verschlechterte sich sein Zustand und er starb am 11. Februar 2026. Labortests bestätigten den Clade II-Stamm der Affenpocken. Es wird vermutet, dass der Insasse das Virus bereits vor seiner Inhaftierung erworben hatte. Seine unbehandelte HIV-Erkrankung hat den Verlauf der Affenpocken erheblich verschärft.

Maßnahmen zur Krankheitskontrolle

Nach der Bestätigung der Diagnose wurden sofort umfangreiche Maßnahmen zur Krankheitskontrolle ergriffen. Insgesamt 32 enge Kontakte im selben Gefängnisbereich sowie 14 weitere Personen wurden isoliert und überwacht. Die Bewegungen innerhalb des Gefängnisses wurden eingeschränkt, und Temperaturkontrollen fanden zweimal täglich über einen Zeitraum von 21 Tagen statt. Zusätzlich wurden umfassende Reinigungs- und Abfallmanagementprotokolle umgesetzt. Medizinisches Personal, das an der Pflege des Insassen beteiligt war, steht unter genauer Beobachtung, und 19 hochriskante Personen erhielten Affenpocken-Impfungen gemäß den Richtlinien zur Nachverfolgung. Über 80 weitere Personen unterziehen sich einer Risikobewertung, um geeignete Überwachungsmaßnahmen festzulegen.

Am 14. Februar 2026 wurde ein weiterer Insasse im Thonburi Central Prison verdächtigt, an Affenpocken erkrankt zu sein. Der neue Insasse zeigte klare Blasen und hatte hohes Fieber. Bei seiner Aufnahme am 20. Januar 2026 wurde festgestellt, dass er Symptome aufwies, die mit Affenpocken übereinstimmen könnten. Er wurde zur Behandlung ins Corrections Hospital verlegt, wo Tests zur Virusisolierung durchgeführt wurden, um den Verdacht auf eine Infektion zu bestätigen. Die Infektionskontrolle hat in Reaktion darauf hochriskante Insassen isoliert und Maßnahmen zur Krankheitskontrolle im Gefängnis implementiert, einschließlich der Quarantäne neuer Insassen.

Übertragung und Prävention

Die Übertragung von Affenpocken erfolgt selten von Mensch zu Mensch, wie das Bundesgesundheitsministerium erläutert. Eine Übertragung ist jedoch möglich bei engem Kontakt mit Körperflüssigkeiten oder Hautveränderungen, wie z.B. Bläscheninhalt oder Schorf von Infizierten. Das Virus kann über kleine Hautverletzungen, Schleimhäute und möglicherweise auch über Atemwege in den Körper gelangen.

Die Symptome umfassen Fieber, geschwollene Lymphknoten, Muskelschmerzen sowie Ausschläge oder Läsionen. Personen, die mit diesen Symptomen konfrontiert sind, wird geraten, umgehend medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Bislang zeigen keine anderen Insassen oder Mitarbeiter im Gefängnis Symptome, die mit der Krankheit übereinstimmen. Die Situation wird weiterhin überwacht, und Dr. Niti Hetanurak, stellvertretender Generaldirektor der Abteilung für Krankheitskontrolle, hat die Öffentlichkeit aufgefordert, Vertrauen in die Überwachungs- und Pflegesysteme der Abteilungen für Strafvollzug und Krankheitskontrolle zu haben.

Die Abteilung bleibt verpflichtet, kontinuierliche Überwachung und präventive Maßnahmen in Zusammenarbeit mit allen Sektoren zur Verhinderung von Ausbrüchen umzusetzen. Die Zusammenarbeit zwischen dem Department of Corrections, dem Corrections Hospital und dem Ministerium für öffentliche Gesundheit ist entscheidend, um die Ausbreitung der Affenpocken zu kontrollieren.