Am 8. Februar 2026 war Bangkok im Ausnahmezustand: Die Stadt bereitete sich auf die allseits erwarteten Wahlen und ein Verfassungsreferendum vor. Gouverneur Chadchart Sittipunt, der seit drei Jahren das Sagen hat, zeigte sich gleich vorbildlich und radelte zur Abstimmungsstelle Nr. 26 im Bezirk Watthana, um seine Stimme abzugeben. Mit dieser Aktion wollte er nicht nur das eigene Engagement für die Wähler demonstrieren, sondern auch die Bürger dazu ermutigen, sich aktiv an der Demokratie zu beteiligen. Mit den Wahlen und einer Abstimmung, die das politische Bild Thailands entscheidend prägen könnte, war die Stimmung in der Stadt gespannt.
Wie Pattaya Mail berichtet, standen die Behörden in Bangkok in erhöhter Alarmbereitschaft. Mehr als 100.000 Mitarbeiter der Bangkok Metropolitan Administration (BMA) waren im Einsatz, um die über 6.500 Wahlurnen zu verwalten. Jedes Wahllokal wurde von mindestens 14 geschulten Mitarbeitern betreut, um einen ordnungsgemäßen, transparenten und unparteiischen Ablauf zu gewährleisten. Chadchart warnte außerdem vor möglichen Regenfällen im Laufe des Tages und empfahl, möglichst früh zu wählen, um anschließende Reisebeschwerden zu vermeiden. Ein zentrales Kommandozentrum wurde in der City Hall eingerichtet, um bei Problemen schnell reagieren zu können.
Wachsender Rückhalt und Herausforderungen
Trotz der ermutigenden Bilder aus den Wahlurnen sieht sich Chadchart, laut einer aktuellen Umfrage der Stadtverwaltung, dennoch wachsenden Herausforderungen gegenüber. Diese Umfrage, an der über 2.000 Bürgerinnen und Bürger teilnahmen, zeigt, dass 64,12 % der Befragten mit seiner Arbeit zufrieden sind. Neben der allgemeinen Zufriedenheit lobten 37,32 % seinen bürgernahen Führungsstil. Doch auch Kritiker finden sich: Fast 44 % sehen Korruption als das Hauptproblem, während 29,57 % mangelnde Sanktionen gegen Korruption anprangern. Schönes Thailand hebt hervor, dass der Ruf nach mehr Transparenz und Maßnahmen gegen Korruption immer lauter wird.
Um diesen Bedenken entgegenzuwirken, hat der Gouverneur bereits einige Initiativen gestartet, die auf positive Resonanz stoßen. Projekte wie die Entfernung von Hindernissen auf Gehwegen und Umweltmaßnahmen, darunter das Vorzeigeprojekt „Eine Million Bäume“, werden von der Bevölkerung geschätzt. Doch die ausstehenden Wahlen könnten für Chadchart eine echte Bewährungsprobe werden, insbesondere im Hinblick auf das Thema Transparenz und den Kampf gegen die Korruption.
Schulschließungen zur Wahlunterstützung
Um den Wahlhelfern eine Erholung nach einem langen Wahlwochenende zu ermöglichen, kündigte die BMA außerdem an, dass die Schulen, die mit der BMA verbunden sind, am 9. Februar für einen Tag geschlossen bleiben. Dies zeigt das Engagement der Stadt, die Wahlen so reibungslos wie möglich zu gestalten.
Die kommenden Tage werden nun zeigen, wie die Wahlen und die damit verbundenen Herausforderungen für Chadchart ausgehen werden. Die Vorzeichen stehen günstig, doch der Weg zur Wahrung von Transparenz und dem Kampf gegen die Korruption bleibt steinig.