In den letzten Jahren hat Thailand eine alarmierende Zunahme von Überfällen auf Goldgeschäfte erlebt, die nicht nur die Sicherheit der Geschäfte, sondern auch das Vertrauen der Bevölkerung in die öffentliche Sicherheit infrage stellen. Ein jüngster Vorfall, bei dem ein Verdächtiger von der Polizei eskortiert wurde, verdeutlicht die Problematik. Er gestand, 198 Baht Gold aus einem Geschäft in Bangkok gestohlen zu haben. Der Überfall, der mit einer gefälschten Waffe und durch eine unverschlossene Tür durchgeführt wurde, fand in einem Einkaufszentrum im Sukhumvit 50 Gebiet statt. Der Verdächtige gab an, seine Tat aus Spielsucht begangen zu haben, was jedoch als zu einfach angesehen wird und tiefere Fragen offenlässt. Trotz der dichten Überwachungskameras und Polizeipräsenz in städtischen Gebieten bleibt die Kriminalität hoch. Kriminelle nutzen die städtische Umgebung, die oft durch Lärm und Ablenkung gekennzeichnet ist, um unentdeckt zu bleiben. Die Sichtbarkeit hat die Möglichkeiten für Überfälle nicht verringert, sondern möglicherweise umverteilt, was die Diskussion über effektivere Sicherheitsstandards und koordinierte Protokolle anheizt. Dabei bleibt der Mangel an überzeugenden Präventionsstrategien seitens der Strafverfolgungsbehörden ein zentrales Problem. Quelle.
Ein besonders brutaler Überfall ereignete sich am 5. Oktober 2025 in Su-ngai Kolok, Narathiwat, bei dem acht maskierte und bewaffnete Männer einen Goldladen stürmten. Bewaffnet mit Sturmgewehren und in taktischer Kleidung, erbeuteten sie Gold im Wert von etwa 24 Millionen Baht. Der Überfall dauerte nur etwa zehn Minuten, während ein Soldat verwundet und ein Zivilist als Geisel genommen wurde, jedoch später unharmed freigelassen wurde. Die Täter setzten Ablenkungsmanöver ein, wie das Platzieren gefälschter Bomben und das Ausstreuen von Nägeln, um die Polizei zu behindern. Die Flucht der Gang in gestohlenen Fahrzeugen und die Explosionen in der Nähe zeigen die Brutalität und Planung hinter diesen Überfällen. Es besteht der Verdacht auf einen Zusammenhang mit der Insurgency in der Region, da ähnliche Überfälle in der Vergangenheit zur Finanzierung von Aktivitäten genutzt wurden. Die Stadt Su-ngai Kolok bleibt in Alarmbereitschaft, während die Polizei weiterhin Zeugen befragt und CCTV-Aufnahmen auswertet. Quelle.
Ein besorgniserregender Trend
Die Situation wird durch den ansteigenden Goldpreis in Thailand verstärkt, der kürzlich ein Rekordniveau von 73.300 Baht pro Baht-Gewicht erreicht hat – ein Anstieg von 56 % innerhalb eines Jahres. Die thailändische Polizei schlägt Alarm, da rund 100 von etwa 1.000 Goldgeschäften in Bangkok als „rote Zonen“, also Hochrisikogebiete, klassifiziert werden. In Khlong Toey wurde kürzlich ein Überfall verzeichnet, bei dem Täter Gold und Bargeld im Wert von etwa 15 Millionen Baht erbeuteten. Die Polizei fordert von Goldgeschäftsbetreibern in kriminalitätsbelasteten Gebieten drastische Sicherheitsmaßnahmen, darunter die Anstellung von speziell geschultem Sicherheitspersonal und die Installation massiver Sicherheitsgitter. Dennoch ignorieren einige Betreiber die Empfehlungen, was die Polizei dazu veranlasst, die Versicherungsprämien für diese Geschäfte zu erhöhen. Quelle.
Diese besorgniserregende Entwicklung erfordert eine dringende Neubewertung der Sicherheitsstrategien in Thailand. Die Balance zwischen öffentlicher Sicherheit und dem Schutz privater Geschäfte muss neu justiert werden, um sowohl die Bevölkerung als auch die Geschäfte zu schützen. Die fragilen Sicherheitsbedingungen in den urbanen Zentren, gepaart mit der wachsenden Kriminalität, werfen die Frage auf, wie die Behörden effektiver reagieren und die Sicherheit in den Goldgeschäften in Thailand gewährleisten können.