In einer jüngsten Pressekonferenz am 10. Februar 2026 in Chiang Mai gab das Interim Executive Council (IEC) von Karenni State, angeführt von Sprecher Banya Kung Aung, alarmierende Ergebnisse einer gemeinsamen Wasserqualitätsbewertung des Salween-Flusses bekannt. Die Zusammenarbeit mit Asst Prof Dr Wan Wiriya von der Chiang Mai University und Asst Prof Dr Surachanee Sriyai von S&I Strategic Advisory brachte wesentliche Erkenntnisse über die Wasserqualität und die Auswirkungen von Umweltverschmutzung auf die Region. Laut Transborder News wurden bereits im Dezember 2025 Wasser- und Pflanzenproben entlang des Salween-Flusses gesammelt, um die bestehenden Kontaminationen zu untersuchen.

Besonders besorgniserregend ist die Analyse der Sedimente, die während der Überschwemmungen in 2024 abgelagert wurden. Diese Sedimente sind tonhaltig und weisen erhöhte toxische Rückstände auf, die weit über den zu erwartenden Werten auf sandigen Böden liegen. Lokale Bewohner berichteten, dass dieses kontaminierte Sediment in ihre Anbaugebiete gelangte, was zu einer Besorgnis über die Sicherheit der Nahrungsmittel führte. Dr. Wan Wiriya äußerte in der Pressekonferenz die Sorge, dass mögliche zukünftige Überschwemmungen die bereits vorhandenen Schadstoffe wieder mobilisieren könnten.

Wasserqualität im Fokus

Die neu veröffentlichten Wasserqualitätsprüfungen des Pollution Control Department (PCD) belegen, dass die Arsenwerte im Salween-Fluss an allen 13 Testpunkten die festgelegten Standards überschreiten, wobei an einem Punkt der Bleigehalt ebenfalls über dem zulässigen Wert liegt. Diese Ergebnisse, die zwischen dem 12. und 13. November 2025 durch Probenahmen ermittelt wurden, machen deutlich, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Das PCD plant, die Resultate mit Myanmar zu teilen und eine Untersuchung der Quellen der Verschmutzung anzustoßen, berichtet Nation Thailand.

Die Analyse von Proben, die in Übereinstimmung mit den Standardmethoden für Wasser- und Abwasseruntersuchungen durchgeführt wurden, zeigt, dass die Konzentrationen im Salween mit jenen des Sai-Flusses, einem Zufluss des Mekong, vor den letzten Überschwemmungen vergleichbar sind. Darüber hinaus wurde eine Vielzahl betroffener Pflanzen identifiziert, insbesondere aquatische Pflanzen, die in der Ernährung der lokalen Fischer eine Rolle spielen, wie das Kraigras.

Die Rolle des Bergbaus

Ebenfalls im Fokus stand der Einfluss des Bergbaus auf die Umwelt. Dr. Surachanee sprach während der Konferenz die Verantwortung Chinas an, das wirtschaftlich von den Ressourcen profitiert, während die Nachbarländer, die mit den Folgen der Verschmutzung kämpfen, im Regen stehen gelassen werden. Der Bergbau in Karenni State hat eine lange Tradition, jedoch waren früher effektive Abwasserbehandlungssysteme für die meisten Kontrollen verantwortlich. Leider wurden in der letzten Zeit mindestens 26 Standorte für den Abbau seltener Erden identifiziert, was die Umweltauswirkungen erheblich verstärkt hat, wie auch in den Berichten des IEC hervorgehoben wird.

Laboranalysen ergaben besorgniserregende Arsenwerte im Salween zwischen 0,042 und 0,553 mg/l, wobei an einem alten Bergbau-Standort die höchste Konzentration von 0,553 mg/l gemessen wurde. Dies liegt bis zu 55-mal über dem zulässigen Grenzwert. Die Herausforderung bleibt bestehen: Wie kann man übermäßige Umweltschäden, insbesondere durch den Bergbau, reduzieren und gleichzeitig die wirtschaftlichen Interessen der Region wahren?

Banya Kung Aung forderte die thailändische Regierung zur aktiven Mitarbeit auf, um die toxische Kontamination effektiv zu bekämpfen. Dabei wird ein technischer Support, Wasserproben-Ausrüstung und die notwendige finanzielle Unterstützung als unerlässlich erachtet. Ein konstruktiver Dialog zwischen Thailand und China sowie die Einbeziehung ethnischer Behörden entlang der thailändischen Grenze werden als essenziell angesehen, um diese Herausforderungen gemeinsam zu meistern.

Die fortdauernden Probleme rund um die Wasserqualität des Salween-Flusses zeigen deutlich, wie wichtig kontinuierliche Überwachung und partnerschaftliche Zusammenarbeit für den Schutz der Umwelt und der Gesundheit der betroffenen Gemeinden sind. Es bleibt zu hoffen, dass die Initiative der Behörden auf fruchtbaren Boden fällt und baldige Verbesserungen erzielt werden können.