In der Nacht vom 29. auf den 30. Januar 2026 ereignete sich ein Vorfall im Dok Eung Tempel von Chiang Mai, der die Gemüter erhitzt. Ein australisches Pärchen, Joshua (32) und Gabrielle (27), beschmierte die heiligen Mauern des Tempels mit Graffiti. Dabei hielt eine Frau Wache, während ihr Partner mit schwarzer Farbe zu Werke ging. Eine Überwachungskamera zeichnete die Schandtat auf, was zu einer schnellen Ermittlung durch die Polizei führte. Der Tempelabgeordnete zeigte diese Schändung an und bezeichnete sie vehement als „Angriff auf das Heilige“.
Die Ermittler ließen nicht lange auf sich warten und fanden heraus, dass das Paar nach der Tat in das nahe gelegene Pai, Mae Hong Son, gereist war. Die Vermieterin des Paares informierte die Polizei über deren Rückkehr nach Chiang Mai am 6. Februar. Die Beamten nahmen die beiden an der Pa Khoi Tai Brücke widerstandslos fest. Auf der Polizeistation gestanden sie sofort ihre Tat und müssen nun mit den Konsequenzen rechnen. Laut den Behörden müssen sie nicht nur die Reinigungskosten tragen, sondern der Abbot fordert auch Schadensersatz.
Vandalismus als ernstes Problem
Der Vorfall wirft einen Schatten auf das Bild von Chiang Mai als touristisches Ziel. Es kommt häufig zu Vandalismus durch ausländische Touristen, was vielen Anwohnern und Mönchen Kopfzerbrechen bereitet. Immer wieder berichten sie von Beschädigungen an Tempelmauern, Geschäftstüren und sogar Privatbesitz. Dies ist nicht nur ein lokales Problem; es gibt Berichte über ähnliche Vorfälle in anderen Städten, wie etwa in Bangkok, wo ein deutscher Tourist öffentliches Eigentum mit politischen Slogans beschmierte.
Die Behörden haben deshalb ihre Maßnahmen verstärkt. Vandalismus wird nicht geduldet, und die Strafen sind entsprechend hoch. Ausländer, die öffentliches oder heiliges Eigentum beschädigen, müssen mit einem Visum-Entzug und sofortiger Ausweisung rechnen. Die Polizei von Chiang Mai hat die Patrouillen intensiviert, um respektlose Touristen besser im Auge zu behalten und solche Vorfälle zu verhindern.
Ein Blick über die Landesgrenzen hinaus zeigt, dass es in Europa und Deutschland ebenfalls zu vermehrten Angriffen auf christliche Symbole kommt, was darauf hindeutet, dass der Vandalismus gegen religiöse Stätten nicht nur auf Thailand beschränkt ist. Laut einem Bericht von Christenschutz gibt es einen besorgniserregenden Krieg gegen das Christentum, der durch gefälschte Ideale und eine Protestkultur geprägt ist.
Mit diesen Herausforderungen sieht sich Chiang Mai nicht allein. Es ist ein globales Phänomen, das sowohl Einheimische als auch die verantwortungsbewussten Reisenden betrifft und dringender Maßnahmen bedarf.