Die Royal Thai Army hat am 16. Februar die Situation in der Grenzregion zu Kambodscha genau im Blick, insbesondere die Berichte über Waldbrände auf der kambodschanischen Seite, die die Sicherheit in der Region betreffen könnten. Major General Winthai Suvaree erklärte, dass lokale Einheiten Waldbrände gemeldet hatten und die Überprüfungen ergaben, dass diese nicht von der thailändischen Seite ausgingen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Risiko, das die Hitze der Brände für zurückgebliebene Munitionen und explosive Objekte darstellen könnte. Die Armee hat daher erhöhte Vorsichtsmaßnahmen getroffen und folgt strengen Sicherheitsrichtlinien, um mögliche Gefahren zu minimieren. Winthai betonte, dass die aktuelle Lage die Sicherheitsoperationen nicht beeinträchtigt und es keinen Anlass zur Besorgnis gibt. Auch Berichte über Schüsse wurden als unbegründet zurückgewiesen.

Gleichzeitig wurde die Einsatzbereitschaft der Armee durch Anordnungen des Armeekommandeurs gestärkt, die Verteidigungspositionen und Operationsbasen zu verbessern. Dies ist besonders wichtig, da Landminen in mehreren Einsatzgebieten eine erhebliche Bedrohung darstellen. Winthai erkannte an, dass diese Minen ein großes Hindernis für die Arbeit in der Region sind, jedoch beeinflusst dies nicht das Engagement der Grenzschutzkräfte.

Die Bedrohung durch Landminen in Kambodscha

Kambodscha ist eines der am stärksten verminten Länder der Welt, ein Erbe jahrzehntelanger Konflikte, insbesondere des Vietnamkriegs. Millionen von Landminen, Clusterbomben und nicht explodierten Sprengkörpern sind im Land verstreut, was täglich eine große Gefahr für die Bevölkerung darstellt. Mitarbeiter von Organisationen wie der Cambodia Self Help DeMining, gegründet von Bill Morse, setzen ihr Leben aufs Spiel, um diese Minen zu räumen. Es gab bereits tragische Todesfälle unter den Minenräumern, die sich unermüdlich für die Sicherheit der Zivilbevölkerung einsetzen. Das Ziel der Organisation ist es, Kambodscha bis Ende 2025 von Landminen zu befreien, doch fast 700 Quadratmeilen sind noch nicht geräumt.

Ein Beispiel für die menschlichen Tragödien, die diese Minen verursachen, ist die Geschichte von Poy, einem 37-jährigen Mann, der als Kind seinen rechten Arm verlor und auf einem Auge erblindete, nachdem er auf eine Mine trat. Diese persönlichen Schicksale verdeutlichen die Dringlichkeit der Minenräumungsarbeit.

Hilfe für Betroffene und Ausblick

Die Projekte in Kambodscha zielen nicht nur auf die Räumung von Minen ab, sondern auch darauf, bleibende Behinderungen zu vermeiden und den Zugang zu Gesundheitsversorgung sowie Rehabilitationsdiensten für Menschen mit Behinderung zu erleichtern. Es wird auch an der sozialen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit der Betroffenen gearbeitet, um Armut und soziale Ausgrenzung zu reduzieren. Teams, die seit 1982 in Kambodscha aktiv sind, unterstützen lokale Rehabilitationszentren und schulen Fachkräfte, um die Qualität der Dienstleistungen zu verbessern.

Das Engagement der Grenzschutzkräfte, die Sicherheitslage in Thailand zu gewährleisten, wird durch die aktuellen Herausforderungen in Kambodscha noch verstärkt. Die Anwohner in Grenzbezirken, insbesondere in Buriram, zeigen sich optimistisch, dass die politischen Versprechen zur Verstärkung der nationalen Sicherheit und zur Verhinderung zukünftiger Übergriffe aus Kambodscha ernst genommen werden. In diesem Kontext wird der Bau eines dauerhaften Grenzzauns als ein wichtiges Vorhaben angesehen, das sowohl Sicherheit als auch Stabilität in der Region fördern könnte.

Die Situation bleibt angespannt, doch das Engagement der thailändischen Armee und der Minenräumungsorganisationen in Kambodscha zeigt, dass es Bestrebungen gibt, die Sicherheit der Bevölkerung zu verbessern und die schrecklichen Folgen vergangener Konflikte zu bekämpfen. Weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen können in den Berichten der Royal Thai Army und den Aktivitäten der Cambodia Self Help DeMining nachgelesen werden (Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3).