Im Doi Inthanon Nationalpark in Chiang Mai, Thailand, sind die örtlichen Förster und Tierärzte auf der Suche nach einem vermuteten großen Raubtier. Diese Maßnahmen wurden eingeleitet, nachdem in der Region drei Rinder getötet wurden. Es ist bemerkenswert, dass in diesem Gebiet seit Jahrzehnten keine großen Raubtiere mehr gesichtet wurden. Die Entdeckung der toten Kühe hat Besorgnis unter den lokalen Landwirten ausgelöst, weshalb über 30 Beamte am Mittwoch eine Fußpatrouille in der Nähe des Dorfes Muang Ang im Chom Thong Bezirk gestartet haben. Die Behörden erklärten, dass solche Vorfälle in Doi Inthanon zuvor noch nie vorgekommen sind und dass es dort keine bekannten Populationen von großen Tigern oder Leoparden gibt.
Die Suchaktion umfasst mehr als 30 Personen, die das unwegsame Gelände in der Nähe der Kadaver absuchen. Für die Luftüberwachung werden Drohnen eingesetzt, um Wärmequellen oder Bewegungen unter dem dichten Blätterdach des Waldes zu erkennen. Experten überprüfen zudem Aufnahmen von bewegungsgestützten Kamerafallen, die entlang bekannter Tierkorridore installiert wurden, um visuelle Bestätigungen des Raubtiers zu erhalten. Der Dorfvorsteher Watcharin Potjanabundit berichtete von einer Begegnung mit einem großen gestreiften Tiger, den er während einer Brandpatrouille sah. Er schätzte die Länge des Tieres auf über drei Meter, doch die physischen Beweise, wie die gefundenen Pfotenabdrücke, deuten auf ein kleineres Tier hin, da diese weniger als 7 Zentimeter messen und somit kleiner sind als die typischen Abdrücke eines ausgewachsenen Bengalischen Tigers.
Die Artenvielfalt in Doi Inthanon
Doi Inthanon bietet ein reichhaltiges Ökosystem mit einer beeindruckenden Vielfalt an Wildtieren. Insgesamt beherbergt der Nationalpark 511 verschiedene Vogelarten, darunter Enten, Gänse und Wasservögel sowie verschiedene Fasanenarten. Zu den bemerkenswerten Vögeln zählen die Bar-backed partridge und die Silver pheasant. Auch die Säugetierarten sind vielfältig, wobei insgesamt 27 Arten registriert sind, darunter auch Raubtiere wie Asiatische Schwarzbären und kleinere Arten wie Zibetkatzen.
Zusätzlich sind im Park 34 Reptilienarten sowie 34 Amphibienarten nachgewiesen. Die Biodiversität in Doi Inthanon ist bedeutend, was den Park zu einem beliebten Ziel für Naturbeobachtungen macht. Bei der Suche nach dem vermuteten großen Raubtier könnte es sich möglicherweise um einen Leopard oder einen sub-adulten Tiger handeln, wie Experten vermuten.
Doi Inthanon: Ein wichtiger Nationalpark
Der Doi Inthanon Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von 482 Quadratkilometern und ist nach dem höchsten Gipfel Thailands benannt, der Doi Inthanon, der 2.565 Meter hoch ist. Der Park zeichnet sich durch seine vielfältigen Ökosysteme aus, die von nebligen Bergen über steile Täler bis hin zu Wasserfällen und dichten Wäldern reichen. Die Vegetation variiert mit der Höhe und umfasst immergrüne Nebelwälder, gemischte Laubwälder und montane Kiefernwälder.
Die Region ist nicht nur für ihre Natur bekannt, sondern auch für ihre kulturellen Interaktionen mit den lokalen Hmong- und Karen-Gemeinschaften, die Einblicke in traditionelle landwirtschaftliche Praktiken bieten. Der Park ist ein Beispiel für erfolgreiche Naturschutzbemühungen, die darauf abzielen, den Tourismus mit dem Schutz der Umwelt in Einklang zu bringen. Diese Initiativen beinhalten unter anderem Wiederaufforstungsprogramme und nachhaltige Tourismusprojekte, die darauf abzielen, degradierte Gebiete wiederherzustellen und das Bewusstsein für die Ökosysteme des Parks zu stärken. Mehr Informationen zu diesem faszinierenden Ort finden Sie in den Artikeln auf Pattaya Mail, Thai National Parks und National Parks Association.