Am 18. Februar 2026 wurde ein weiterer Fall von Wildtierkriminalität aufgedeckt, als thailändische Zoll- und Wildtierbeamte am Suvarnabhumi Flughafen in Bangkok einen versuchten Schmuggel von geschützten Tieren verhinderten. Der indische Staatsbürger Naveen Kumar, 38 Jahre alt, wurde festgenommen, nachdem in seinem aufgegebenen Gepäck 15 lebende Tiere entdeckt wurden. Diese umfassten unter anderem einen Langur, einen Gibbon und 13 lebende Pulu- sowie Süßwasserschildkröten. Alle Tiere gelten als geschützte Arten, die in der illegalen Tierhandels-Branche hohe Preise erzielen können. Die Tiere wurden zur Pflege und Genesung an die Abteilung für Nationalparks, Wildtiere und Pflanzenkonservierung (DNP) sowie an das Flughafen-Fischereikontrollbüro übergeben. Der Vorfall ereignete sich während einer routinemäßigen Screening-Kontrolle am Wildtiercheckpoint des Flughafens, wo die Beamten auf ungewöhnliche Anzeichen stießen, die zur Entdeckung der Tiere führten. Kumar stand kurz davor, mit einer Thai Airways-Flug nach Kolkata, Indien, abzureisen.
Die thailändischen Behörden bereiten nun Anklagen wegen Wildtierhandel und illegalem Export gegen Kumar vor. Die geltenden thailändischen Gesetze, darunter das Gesetz über den Schutz und die Erhaltung von Wildtieren (B.E. 2562/2019), sehen für den Handel mit geschützten Arten Haftstrafen von bis zu 10 Jahren und Geldstrafen von bis zu 1 Million Baht vor. Auch das Zollgesetz sieht empfindliche Strafen und Freiheitsstrafen von bis zu 10 Jahren für den Export von eingeschränkten Gütern ohne Deklaration vor. Thailand ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt für den illegalen Wildtierhandel, was vor allem der Nachfrage nach exotischen Haustieren und traditionellen Heilmitteln geschuldet ist. In den letzten Monaten gab es mehrere Beschlagnahmungen im Zusammenhang mit Flügen nach Indien.
Koordinierte Maßnahmen gegen Wildtierkriminalität
Ein weiterer Vorfall, der die Bemühungen der thailändischen Behörden zur Bekämpfung des Wildtierhandels zeigt, ereignete sich am 2. Februar 2026, als Zollbeamte am Suvarnabhumi Flughafen einen thailändischen Passagier festnahmen, der von den Philippinen eingereist war. Auch hier wurden lebende geschützte Tiere in seinem Gepäck entdeckt. Im Rahmen einer koordinierten Aktion gegen transnationalen Wildtierhandel wurden ein Waran und eine Riesenwaldratte sichergestellt, deren geschätzter Marktwert bei etwa 1.450 US-Dollar (50.000 Baht) liegt. Diese Aktion wurde durch einen Tipp und gezielte Profilierung unterstützt, was die Bedeutung von Kooperation und Informationsaustausch zwischen den Behörden unterstreicht.
Die fortlaufenden Anstrengungen zur Bekämpfung des Wildtierhandels sind entscheidend, da die UNODC in ihrem World Wildlife Crime Report feststellt, dass trotz internationaler Maßnahmen der illegale Handel mit geschützten Arten weiterhin besteht. Die Berichte zeigen, dass das Ausmaß und die Dimension der Wildtierkriminalität erheblich bleiben, mit Beschlagnahmungen in 162 Ländern und Gebieten, die etwa 4.000 Pflanzen- und Tierarten betreffen. Wildtierkriminalität bedroht nicht nur das Überleben spezifischer Arten, sondern hat auch weitreichende ökologische Auswirkungen, indem sie die Beziehungen zwischen verschiedenen Arten stört und die Resilienz gegenüber den Folgen des Klimawandels gefährdet.
Die thailändischen Behörden haben ihre Bemühungen zur Bekämpfung des Wildtierhandels verstärkt, indem sie unter anderem die Strafen durch das Gesetz von 2019 verschärften, 38 Wildtiercheckpoints an Flughäfen, Häfen und Grenzen betrieben und international mit Organisationen wie Interpol und dem U.S. Fish and Wildlife Service zusammenarbeiten. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und verdächtige Aktivitäten zu melden, um gefährdete Arten zu schützen.