Am Freitag, dem 20. Februar, haben die Airports of Thailand (AOT) eine bedeutende Ankündigung gemacht: Die Gebühr für internationale Flüge wird um fast 50 Prozent erhöht. Ab dem 20. Juni 2026 müssen Passagiere von sechs großen Flughäfen, darunter Suvarnabhumi, Don Mueang, Phuket, Hat Yai, Chiang Mai und Chiang Rai, eine neue Gebühr von 1.120 Baht (etwas über 36 US-Dollar) zahlen, anstelle der derzeitigen 730 Baht (23,51 US-Dollar). Diese Entscheidung wurde am 3. Dezember 2025 genehmigt, aber erst letzte Woche der Öffentlichkeit mitgeteilt. Die Ankündigung hat bereits erhebliche Kritik von Beamten und Reisenden ausgelöst, die sich fragen, ob diese höheren Gebühren tatsächlich zu verbesserten Dienstleistungen und Einrichtungen an den AOT-Flughäfen führen werden. [Quelle]
Die Anhebung der Flughafensteuer um 53 Prozent wird voraussichtlich Anfang nächsten Jahres in Kraft treten. Verkehrsminister Phiphat Ratchakitprakarn leitete die Sitzung, in der diese Gebührenerhöhung beschlossen wurde. Kritiker argumentieren, dass diese Erhöhung die AOT-Flughäfen teurer machen könnte als ihre internationalen Pendants. Zudem wurde im ersten Halbjahr Q1-2026 ein Rückgang der ausländischen Ankünfte um 7,53 Prozent verzeichnet, was die Diskussion um die Notwendigkeit dieser Erhöhung zusätzlich anheizt. [Quelle]
Hintergründe zur Gebührenerhöhung
Die AOT rechnet mit zusätzlichen Einnahmen von rund 10 Milliarden Baht pro Jahr durch die Gebührenerhöhung. Diese Einnahmen sollen in verschiedene Flughafenexpansionsprojekte fließen, darunter ein neues Terminal am Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok. Die Zivilluftfahrtbehörde hat betont, dass die zusätzlichen Mittel in bessere Einrichtungen und mehr Sicherheit an den Flughäfen investiert werden sollen. Ein Anwalt und Kolumnist, Victor Wong, hat angemerkt, dass die Flughafen-Einnahmen in zwei Hauptkategorien unterteilt sind: aeronautische und nicht-aeronautische Einnahmen. Während aeronautische Einnahmen aus Passagier-, Landungs- und Abfluggebühren stammen, kommen nicht-aeronautische Einnahmen aus Einzelhandelskonzessionen und Gastronomie. Viele Flughäfen weltweit verlagern ihre Abhängigkeit von aeronautischen zu nicht-aeronautischen Einnahmen, um höhere Gewinne zu erzielen, ohne zusätzliche Gebühren für Reisende zu erheben. [Quelle]
Die Diskussion über die Flughafensteuern wirft auch Fragen zur Nachhaltigkeit des Einnahmenmodells in Thailand auf. Kritiker weisen darauf hin, dass die Wartung der Flughäfen oft als kosmetisch und nicht funktional betrachtet wird, was die Notwendigkeit solcher Gebühren in einem anderen Licht erscheinen lässt. Angesichts der aktuellen Entwicklungen bei den Touristenzahlen könnte es sinnvoll sein, die Entscheidung zur Gebührenerhöhung zu überdenken, bevor sie tatsächlich umgesetzt wird. Schauen wir gespannt, wie sich die Situation weiterentwickelt und welche Rückmeldungen die AOT von der Öffentlichkeit einholen wird.