Heute ist der 15.02.2026 und Chiang Mai ist in festlicher Stimmung. Thailand hat eine aufregende Kampagne gestartet, um chinesische Touristen während der Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahr 2026 anzuziehen. Unter dem Motto „Zhong Tai Yi Jia Qin—China and Thailand Are One Family“ sollen die Beziehungen zwischen den beiden Ländern gestärkt und der Tourismus sowie das wirtschaftliche Wachstum gefördert werden. Die Kampagne umfasst attraktive Reisepakete, die Flüge, Unterkünfte, Einkaufsgutscheine und Eintrittskarten für Sehenswürdigkeiten beinhalten. Diese Angebote werden über chinesische Online-Reiseplattformen wie Qunar, Fliggy und Klook beworben.
Die Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahr finden vom 17. bis 25. Februar 2026 statt und werden mit einem Rekord an Reisen ins Ausland gerechnet. In großen thailändischen Städten wie Bangkok, Chiang Mai und Phuket wurden chinesisch inspirierte Dekorationen und zweisprachige Beschilderungen angebracht, um die Ankunft der Touristen willkommen zu heißen. Thai Airways hat zudem 18 zusätzliche Charterflüge auf Routen wie Shanghai-Bangkok und Guangzhou-Phuket angekündigt, um die Nachfrage zu decken.
Visa-Politik und Sicherheitsbedenken
Ein weiterer wichtiger Aspekt dieser Initiative ist die Wiederherstellung der 30-tägigen visumfreien Einreise für chinesische Staatsangehörige, die am 1. Januar 2026 in Kraft trat. Diese Entscheidung ist Teil eines größeren Plans, den Tourismus zu beleben, nachdem Thailand im Jahr 2025 nur 32,9 Millionen Besucher verzeichnete – deutlich weniger als die 39,8 Millionen im Jahr 2019. Die Anzahl der Hotelzimmer in Schlüsselstädten sinkt bereits unter 30 % für das bevorstehende Feiertagswochenende, was zu einem Anstieg der Zimmerpreise um 40-60 % führt.
Die thailändische Regierung plant zudem, die visumfreien Aufenthalte für 93 Länder, einschließlich China, von 60 auf 30 Tage zu reduzieren. Dieser Schritt wurde von einem hochrangigen Ausschuss, bestehend aus Beamten des Tourismusministeriums, des Außenministeriums und des Einwanderungsbüros, beschlossen. Die Entscheidung zielt darauf ab, Sicherheitsbedenken zu adressieren, da die Zahl der ausländischen Touristen im Vergleich zum Vorjahr um 10 % gesunken ist. Gleichzeitig bleibt jedoch festzuhalten, dass die durchschnittlichen Aufenthaltsdauern bei etwa 21 Tagen liegen, was darauf hindeutet, dass die Änderung für viele Reisende keine wesentlichen Auswirkungen haben sollte.
Wirtschaftliche Erholung und neue Visa-Kategorien
Um die wirtschaftliche Erholung voranzutreiben, hat das thailändische Kabinett auch Änderungen der Visapolitik beschlossen, um mehr Touristen, digitale Nomaden, Studierende und Rentner zu gewinnen. Diese Initiativen beinhalten sowohl kurzfristige als auch langfristige Maßnahmen, um die Attraktivität Thailands als Reiseziel zu steigern. Unter anderem wurde das „Destination Thailand Visa“ für digitale Nomaden und Kulturinteressierte eingeführt, während ein neues Non-Immigrant ED Plus Visum für Studierende und Teilzeitbeschäftigte geschaffen wurde.
Die Änderungen der Visapolitik sind nicht nur ein Schritt zur Stärkung des Tourismus, sondern auch zur Verbesserung der nationalen Sicherheit. Die thailändischen Behörden betonen die Notwendigkeit, illegale Aktivitäten zu unterbinden und die Sicherheit für alle Besucher zu gewährleisten. Diese Maßnahmen werden auch von der Branche unterstützt, da sie eine wichtige Balance zwischen der Wiederbelebung des Tourismus und der Gewährleistung der Sicherheit schaffen sollen.
Insgesamt zielt die Kampagne darauf ab, die touristischen Beziehungen zwischen Thailand und China weiter zu festigen und die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu stärken. Angesichts der politischen Spannungen und Sicherheitswarnungen, die zu einem Rückgang der Reisenden nach Japan geführt haben, profitiert Thailand zunehmend von einem Anstieg der Besucherzahlen aus China. Die Vorbereitungen für das chinesische Neujahr sind ein weiterer Schritt in Richtung einer erfolgreichen touristischen Saison.
Für weitere Informationen können Sie die Originalquellen hier und hier nachlesen.