Am 23. Februar 2026 wurde in Bangkok die traurige Nachricht über den Tod von 72 Tigern im Tiger Kingdom Chiang Mai bekannt gegeben. Die bestätigte Todesursache sind Infektionen mit dem Canine Distemper Virus (CDV) und Mycoplasma-Bakterien. Zuvor kursierten Gerüchte über eine mögliche Vogelgrippe (H5N1), die jedoch widerlegt werden konnten. Die Co-Infektion von CDV und Mycoplasma spp. führte zu schwerer Pneumonie und letztendlich zu tödlichen Komplikationen für die Tiere.
Das CDV, das vor allem Hunde und große Wildkatzen betrifft, ist nicht auf Menschen übertragbar. Deputy Landwirtschaftsminister Amin Mayusoh gab an: „Die Situation ist jetzt unter Kontrolle.“ Infolgedessen hat Deputy Premier Thammanat Prompow strenge Überwachungs- und proaktive Maßnahmen angeordnet.
Chuvit Pitakpornphallop, der Eigentümer des Tiger Kingdom, erläuterte, dass alle 72 Tigerkadaver unter Aufsicht der zuständigen Abteilungen für Nationalparks und Tierzucht vernichtet wurden. Zuerst wurden die Kadaver verbrannt und anschließend gemäß akademischen Standards beerdigt, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Wichtig ist auch, dass keine Teile der Tiere verkauft oder verkauft werden. Nach einer Schließung zur gründlichen Bio-Sicherheitsreinigung und Desinfektion wurde bestätigt, dass der Ausbruch nun eingedämmt ist. Das Tiger Kingdom plant, den Betrieb bald wieder aufzunehmen und hat während der gesamten Untersuchung vollständig mit den Behörden kooperiert.
Ursache und Ausbreitung der Krankheit
Die Obduktionen der verendeten Tiere wurden vom Department of Livestock Development beschleunigt, nachdem der ungewöhnliche Tod von 72 Tigern in den beiden Einrichtungen festgestellt wurde. In den letzten Wochen starben zwischen dem 8. und 19. Februar insgesamt 72 Tiger: 21 im Mae Rim und 51 im Mae Taeng Bezirk. Ein veterinärmedizinisches Untersuchungsteam des Chiang Mai Provincial Livestock Office hat Proben von Tigerkadavern sowie Futter entnommen und zur Analyse an die Fakultät für Veterinärmedizin der Chiang Mai Universität geschickt. Die verbleibenden lebenden Tiger wurden zur Quarantäne und Pflege in ein Pflegezentrum im Mae Taeng Bezirk umgesiedelt.
Labortests bestätigten, dass kein genetisches Material des Influenza-A-Virus nachgewiesen wurde, jedoch ergaben Proben positive Ergebnisse für das Canine Distemper Virus (CDV) und Mycoplasma spp., die mit Atemwegserkrankungen in Verbindung stehen. Diese Co-Infektion ist als Hauptursache für die hohe Anzahl der Todesfälle angesehen worden. Die Erkrankung kann sowohl die Atemwege als auch das Verdauungssystem betreffen und in einigen Fällen das Nervensystem beeinträchtigen. Die Behörden betonten, dass das CDV keine zoonotische Krankheit ist, sodass die Öffentlichkeit sich keine Sorgen über eine mögliche Übertragung auf Menschen machen muss.
Übertragungswege des Canine Distemper Virus
Das Staupevirus wird über Körpersekrete wie Speichel, Urin und Kot ausgeschieden. Die Infektion erfolgt hauptsächlich oral oder aerogen, also durch die Aufnahme oder das Einatmen infektiöser Sekrete. Indirekte Übertragungen über kontaminierte Gegenstände spielen eine untergeordnete Rolle. Ab dem fünften Tag nach der Infektion kann der Erreger nachgewiesen werden.
Virusreservoire sind klinisch unauffällig infizierte Tiere, die das Virus ausscheiden, ohne selbst Krankheitssymptome zu zeigen. Besonders empfänglich für eine Infektion sind Hunde bis zum sechsten Lebensmonat, wobei geimpfte Tiere unter bestimmten Umständen ebenfalls erkranken können. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel drei bis sieben Tage, und der Verlauf der Erkrankung hängt stark vom Immunstatus des Tieres ab.
In den letzten Tagen gab es erfreuliche Nachrichten aus Chiang Mai: Der Ausbruch im Tiger Kingdom scheint nun unter Kontrolle zu sein, und die Verantwortlichen haben bereits konkrete Maßnahmen zur Prävention ergriffen. Es bleibt zu hoffen, dass solche tragischen Vorfälle in Zukunft vermieden werden können und die Tiger in ihrer natürlichen Umgebung geschützt sind.
Für weitere Informationen können Sie hier und hier nachlesen. Zudem finden Sie ausführliche Details zur Staupe im Zusammenhang mit dem Virus hier.