Heute ist der 24.02.2026 und die Nachrichten aus Chiang Mai sind erschütternd. Thai-Behörden ermitteln nach einem plötzlichen Virusausbruch, der 72 Tiger im Tiger Kingdom Chiang Mai das Leben gekostet hat. Die Todesfälle traten innerhalb von weniger als zwei Wochen in zwei Einrichtungen auf, die mehr als 240 Tiger beherbergen. Die betroffenen Parks sind Tiger Kingdom Mae Taeng und Tiger Kingdom Mae Rim, beide privat betrieben. Laut einem Bericht haben erste Laboruntersuchungen das canine Staupevirus in den Tigern nachgewiesen, eine hochkontagiöse Krankheit, die das Atem-, Magen-Darm- und Nervensystem angreift. Besonders bedenklich ist, dass das Virus häufig bei Hunden vorkommt, aber auch große Katzen infizieren kann und oft tödlich verläuft. Quelle.

Die Todesfälle fanden zwischen dem 8. und 19. Februar statt, wobei 51 Tiger in Mae Taeng und 21 in Mae Rim starben. Die Behörden haben die Überreste der verstorbenen Tiere beerdigt, um einen Zugang zum illegalen Wildtierhandel zu verhindern. Ursprünglich war eine Einäscherung geplant, doch aufgrund begrenzter Einäscherungskapazitäten wurde das Begraben gewählt. Jedes Grab ist mit der Identifikationsnummer des Tigers markiert, um eine spätere Identifizierung zu ermöglichen. Bei den Untersuchungen wurden zudem bakterielle Infektionen festgestellt, die mit Atemwegserkrankungen in Verbindung stehen. Quelle.

Ursprung des Ausbruchs unklar

Die Behörden konnten bislang nicht bestätigen, wie der Ausbruch begonnen hat. Erste Berichte deuteten auf eine mögliche Infektion durch das feline Parvovirus oder kontaminiertes rohes Hühnerfleisch hin. Die Direktion des nationalen Tiergesundheitsdienstes in Thailand betonte, dass die Behandlung von Tigern erheblich schwieriger sei als die von Haustieren, vor allem aufgrund ihrer Lebensbedingungen. Auch die Inzucht bei gefangenen Tigern könnte ihre Immunsysteme geschwächt haben, was sie anfälliger für Infektionen macht. Quelle.

Die Situation hat die Debatte über den Wildtiertourismus in Thailand neu entfacht. Tierschutzorganisationen haben die Bedingungen im Tiger Kingdom Chiang Mai scharf kritisiert und darauf hingewiesen, dass die Interaktionen mit Touristen die Risiken von Krankheitsausbrüchen erhöhen. Die Wildlife Friends Foundation Thailand hat die Verwundbarkeit solcher Einrichtungen gegenüber Infektionskrankheiten hervorgehoben. Zudem hat PETA Asia die Gefahren betont, die mit der Haltung von Wildtieren in Unterhaltungsstätten verbunden sind. Quelle.

Obwohl die Behörden am 24. Februar erklärten, dass das Virus nicht mehr um sich greift und keine weiteren Tiger-Todesfälle gemeldet wurden, bleibt die Sorge um die Gesundheit der verbleibenden Tiere und die Bedingungen in den Anlagen bestehen. Die Schließung der Parks für zwei Wochen zur Desinfektion zeigt, wie ernst die Lage genommen wird. Quelle.