Heute ist der 18.02.2026 und die Situation in Chiang Mai ist angespannt. Kritsiyam Kongstri, Direktor des 16. Büros für Naturschutzgebietsmanagement in Chiang Mai, berichtet über die aktuelle Waldsituation in der Region. Seit Anfang 2026 ist die Lage nicht schwerwiegend, da die Wälder ihre Feuchtigkeit behalten. In den letzten ein bis zwei Wochen jedoch haben sich Brände in den südlichen Zonen von Chiang Mai ausgebreitet. Diese Brände begannen in der Provinz Tak, breiteten sich nach Lamphun aus und betreffen nun den südlichen Teil von Chiang Mai. Die schwerste Situation herrscht derzeit im Doi Tao Distrikt und im Ob Luang Nationalpark, wo intakte Mischlaub- und trockene Dipterocarpwälder vorhanden sind.

Die Dürre hat zu einem erhöhten Laubfall geführt, was wiederum die Brandgefahr steigert. Das 16. Büro für Naturschutzgebietsmanagement hat daher eine Waldschließung angekündigt und überwacht eng die Zugangs- und Ausgangspunkte der Wälder. Die Öffentlichkeit wird ermutigt, ihren Zugang zum Wald zu registrieren, um Verdacht auf illegale Aktivitäten zu vermeiden. Außerdem wurden die Patrouillenpläne im Wald angepasst, mit einem besonderen Fokus auf Gebiete mit wiederkehrenden Brandausbrüchen. Das Büro appelliert an die lokale Bevölkerung zur Zusammenarbeit bei den Brandverhütungsmaßnahmen und hofft auf bessere Statistiken in diesem Jahr im Vergleich zum letzten Jahr (Quelle).

Die Auswirkungen der Brände auf die Luftqualität

Die Brände haben nicht nur Auswirkungen auf die Wälder, sondern auch auf die Luftqualität in Chiang Mai. Die Provinz kämpft mit schwerer Luftverschmutzung aufgrund der fortdauernden Waldbrände. Aktuell wurden über 150 aktive Hotspots in 15 Distrikten festgestellt. Besonders betroffen sind die Distrikte Hot mit 34 Hotspots, Chiang Dao mit 26 und Phrao mit 23 Hotspots. Am Dienstagmorgen wurde Chiang Mai als die drittverschmutzte Stadt der Welt gemeldet, mit einer PM2.5 Feinstaubkonzentration von 170 µg/m³, was weit über dem Sicherheitsgrenzwert von 34.7 µg/m³ liegt (Quelle).

In bestimmten Gebieten, wie dem Chiang Dao Distrikt, wurden sogar PM2.5 Werte von 240 µg/m³ gemessen. Um die Auswirkungen der Luftverschmutzung zu mildern, haben die lokalen Behörden Brunnen aktiviert und Wasser sprühende Fahrzeuge eingesetzt, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen und den Smog in dicht besiedelten Gebieten zu reduzieren. Zudem hat die Luftwaffe ein BT-67 Flugzeug eingesetzt, das zwei Flüge durchführte und 6.000 Liter Wasser über den brennenden Gebieten abgeworfen hat. Diese aerial firefighting-Maßnahmen sind besonders wichtig, da das Terrain in Mae Hong Son oft unzugänglich ist. Der Gouverneur der Provinz hat Ressourcen, darunter Hubschrauber und Flugzeuge, integriert, um die Waldbrände zu bekämpfen. Langfristige Zusammenarbeit zwischen Regierungsbehörden, privaten Organisationen und der Öffentlichkeit wird als entscheidend für die Vermeidung zukünftiger Umweltkrisen hervorgehoben.

Luftverschmutzung und ihre globalen Auswirkungen

Luftverschmutzung ist ein globales Problem, das nicht nur die Lebensqualität der Menschen beeinträchtigt, sondern auch Flora, Fauna sowie die Qualität von Gewässern und Böden negativ beeinflusst. Laut dem Umweltbundesamt sind die wichtigsten Luftschadstoffe Stickstoffoxid, Ammoniak, leichtflüchtige organische Verbindungen, Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid und Feinstaub. In Deutschland ist die Menge dieser Schadstoffe in den letzten 30 Jahren um etwa 64% gesunken, wobei der größte Rückgang bei Kohlenmonoxid-Emissionen zu verzeichnen war. Trotz dieser Rückgänge gibt es jedoch immer noch Orte in Deutschland, an denen die Grenzwerte überschritten werden, wie beispielsweise in Städten mit schlechter Luftqualität (Quelle).

In vielen asiatischen Städten, einschließlich Chiang Mai, ist die Feinstaubbelastung alarmierend hoch. Dieses Problem ist nicht nur lokal, sondern betrifft auch die globalen Bemühungen zur Verbesserung der Luftqualität und zum Schutz der Umwelt. Die aktuellen Brände in Chiang Mai sind ein Beispiel dafür, wie Naturereignisse und menschliche Aktivitäten zusammenwirken können und die Notwendigkeit einer nachhaltigen Umweltpolitik unterstreichen.