Heute ist der 14.02.2026 und die Sorge um die Wasserqualität in Nordthailand nimmt zu. Das Pollution Control Department (PCD) hat eine dringende Warnung herausgegeben, die besonders die Gewässer des Kok River und Sai River betrifft. In diesen Flüssen wurden Arsenwerte festgestellt, die die Sicherheitsstandards überschreiten. Die Öffentlichkeit wird eindringlich aufgefordert, das Wasser nicht direkt zu verwenden, während Tributäre wie der Ruak River und der Mekong River als sicher gelten. Diese Warnung wird von den laufenden Überwachungsmaßnahmen des PCD begleitet, welches die Wasserqualität und Sedimente in den Provinzen Chiang Mai und Chiang Rai überwacht. Das Ziel dieser Maßnahmen ist die Minderung der Auswirkungen von Kontamination und Trübung in den Wasserquellen.
Die jüngste Wasserqualitätsanalyse fand vom 13. bis 16. Januar 2026 statt und ergab, dass die meisten Schwermetalle wie Cadmium, Kupfer, Nickel, Chrom, Zink und Quecksilber innerhalb der akzeptablen Grenzen lagen. Allerdings wurden in bestimmten Bereichen alarmierend hohe Arsenwerte festgestellt, die über dem Standard von 0,01 Milligramm pro Liter liegen. Diese Situation ist nicht neu; bereits in der fünften Runde der Wasserqualitätsprüfungen am Kokfluss, die vom 9. bis 13. Juni 2025 durchgeführt wurde, zeigten die Ergebnisse, dass die Arsenwerte in den Kok- und Sai-Flüssen nahe der myanmarischen Grenze im Mae Ai-Distrikt, Chiang Mai, über dem Sicherheitsstandard liegen.
Ursachen der Kontamination
Die hohen Arsenwerte korrelieren mit einer ungewöhnlichen Trübung, die insbesondere nach starkem Regen auftritt. Sedimentdredging und ein erhöhter Flussfluss haben sowohl die Trübung als auch die Arsenmessungen erhöht. Experten vermuten, dass Bergbauaktivitäten in Myanmar zur Kontamination beitragen könnten. Um dem entgegenzuwirken, plant das PCD, 2025 weiterhin Proben zu sammeln. Wasserproben werden zweimal im Monat und Sedimentproben einmal im Monat von Mai bis September entnommen, um die Situation genau zu überwachen.
Überwachungsstellen wurden an 15 Punkten entlang des Kokflusses sowie an wichtigen Nebenflüssen eingerichtet. Die Testpunkte am Kokfluss von der thailändisch-myanmarischen Grenze bis zur Stadt Chiang Rai wiesen durchweg hohe Arsenwerte auf, während in den meisten Punkten downstream die Standards erfüllt wurden, mit Ausnahme von einem Punkt, der leicht über dem Limit lag. Auch die Nebenflüsse zeigten alarmierende Werte, insbesondere am Sai-Fluss, wo alle drei Überwachungsstellen Arsen über dem akzeptablen Niveau berichteten. Dies wirft Fragen zur allgemeinen Wasserqualität in der Region auf und verdeutlicht die Notwendigkeit, die Wasserressourcen nachhaltig zu managen.
Wasserqualität in Deutschland und global
Die Situation in Nordthailand ist ein Beispiel für die globalen Herausforderungen im Bereich Wasserqualität. Deutschland, als ein wasserreiches Land, hat ebenfalls mit Wasserknappheit zu kämpfen. Wie Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND, warnt, verbraucht Deutschland mehr Wasser, als sich natürlich erneuern lässt. Der jährliche Wasserverlust beträgt seit etwa 20 Jahren im Durchschnitt 2,5 Milliarden Kubikmeter, was dem Volumen von 800.000 olympischen Schwimmbecken entspricht. Über 120 Konflikte weltweit sind bereits auf Wasserknappheit zurückzuführen, und der Klimawandel verschärft diese Krise, insbesondere in ärmeren Regionen.
Die Problematik der Wasserqualität betrifft nicht nur die lokalen Gewässer, sondern hat auch globale Auswirkungen. In Deutschland sind mehr als die Hälfte der Seen, Flüsse und Bäche in einem schlechten oder sehr schlechten Zustand, belastet mit Mikroplastik, Chemikalien und Pestiziden. Um die Wasserversorgung zu schützen, fordert der BUND Maßnahmen wie strenge Grenzwerte und Verbote bestimmter Chemikalien.
Insgesamt zeigt sich, dass sowohl in Thailand als auch in Deutschland die Herausforderungen im Umgang mit Wasserressourcen ernst genommen werden müssen. Es gilt, Lösungen zu finden, um die Wasserqualität zu sichern und zukünftige Generationen zu schützen.