Thailand zieht jedes Jahr tausende von Touristen an, die die atemberaubenden Strände und die lebendige Kultur genießen möchten. Doch manchmal kann ein Traumurlaub in einem Albtraum enden. Ein aktueller Fall betrifft Lewis McClelland, einen 30-jährigen Briten, der bei einem Unfall in Thailand schwer verletzt wurde. Lewis erlitt mehrere Verletzungen, darunter Brüche im Handgelenk und an den Fingern, Schnittwunden im Gesicht sowie eine schwere Beinverletzung. Er beschreibt, dass sein Bein nur noch „an einem Faden“ hing und ist dankbar, es behalten zu haben. Trotz seiner schweren Verletzungen kämpft Lewis nun um sein Leben, da seine Reiseversicherung die Kosten für die Notoperation und seinen Rückflug nicht übernehmen will. Die Versicherung verweigert die Zahlung, weil er kein erforderliches Zertifikat für das Fahren eines Mopeds in Großbritannien hat. Lewis behauptet, dass er nur nach seinem Reisepass gefragt wurde und von dem Zertifikat nicht informiert wurde. Seine Mutter, Liza, hat daraufhin eine GoFundMe-Seite eingerichtet, um mehr als 20.000 Pfund (ca. 23.000 Euro) für seine Behandlung und Rückführung zu sammeln. Bislang wurden mehr als 14.450 Pfund (über 16.000 Euro) gesammelt, doch die Familie ist besorgt, dass dies nicht ausreichen wird. Lewis kam am 12. Januar in Thailand an und sollte am 26. Januar zurückkehren, liegt jedoch nach dem Unfall in einem Krankenhaus.
Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich mit René, der ebenfalls einen schweren Motorradunfall in Thailand hatte. Er war mit seiner Freundin dort für einen gemeinsamen Urlaub und benötigt dringend medizinische Behandlungen, die mit hohen Kosten verbunden sind. René leidet unter mehreren Knochenbrüchen und Hirnblutungen und benötigt dringend Operationen sowie eine lange Rehabilitation. Auch hier kann die Familie die gesamten medizinischen Kosten nicht aufbringen, weshalb um Spenden gebeten wird, um die notwendigen Behandlungen und Therapien zu finanzieren.
Die Bedeutung einer Reisekrankenversicherung
Diese tragischen Fälle verdeutlichen die Wichtigkeit einer Auslandskrankenversicherung für Reisen nach Thailand. Obwohl kein offizieller Nachweis mehr erforderlich ist, wird eine solche Versicherung dringend empfohlen. Reisende können unterwegs krank werden oder einen Unfall haben, weshalb eine Versicherung sinnvoll ist. Die heimische Krankenversicherung gilt in der Regel nicht in Thailand, und Behandlungen müssen oft selbst bezahlt werden. Ein Arztbesuch in Thailand kann zwar kostengünstig sein, aber schwerwiegende Behandlungen können schnell teuer werden. Ohne Versicherung geraten Reisende in finanzielle Schwierigkeiten, wenn sie medizinische Hilfe benötigen.
Thailand ist ein beliebtes Reiseland, jedoch gibt es Gefahren wie Verkehrsunfälle und Krankheiten durch Mückenstiche, etwa Dengue- und Chikungunya-Fieber. Eine Standard-Reisekrankenversicherung deckt in der Regel medizinisch erforderliche Behandlungen und Rücktransporte ab. Es ist wichtig, die genauen Leistungen im Vertrag zu überprüfen, da es Ausnahmen bei Reisewarnungen, Extremsportarten und anderen Faktoren geben kann. Empfehlenswerte Versicherungen für Thailand sind unter anderem Hanse Merkur und Young Travellers, die verschiedene Tarife anbieten, um Reisenden einen umfassenden Schutz zu bieten.
Die Geschichten von Lewis und René sind ein eindringlicher Appell an alle Reisenden, sich vor ihrer Abreise umfassend über ihre Versicherungsmöglichkeiten zu informieren. Denn nur so können sie sicherstellen, dass sie im Notfall die notwendige medizinische Versorgung erhalten, ohne in finanzielle Bedrängnis zu geraten.