Heute ist der 23.02.2026. In der Welt der tropischen Früchte rückt die Durian, oft als „König der Früchte“ bezeichnet, ins Rampenlicht. In Bangkok, Thailand, werden diese stacheligen Früchte zum Verkauf angeboten, während das thailändische Handelsministerium eine hohe Durianernte für dieses Jahr prognostiziert. Die Ernte in Ostthailand wird ab April beginnen, mit dem Höhepunkt der Ernte im Mai und Juni. Auch die Durian aus Südthailand wird ab Juni erhältlich sein, was die Vorfreude auf die kommende Saison steigert.

Die Vorhersagen deuten auf eine Durianproduktion von 1.061.308 Tonnen hin, während die Nachfrage bei 871.692 Tonnen liegt, was einen Überschuss von 189.616 Tonnen erzeugt. Angesichts dieser Zahlen plant das Ministerium Maßnahmen zur Vermeidung eines Überangebots und zur Gewährleistung eines reibungslosen Exports. Dazu gehört die Überwachung des Inlands- und Auslandsmarktes, um die Produktion effektiv zu steuern. Unter den sieben Schlüsselmaßnahmen sind die Beschleunigung der GAP-Zertifizierung und die Einrichtung eines Null-Fehler-Zentrums zur Qualitätssicherung von besonderer Bedeutung.

Qualitätskontrollen und Herausforderungen

Die Qualität der exportierten Durian steht jedoch auf der Kippe. Chinesische Behörden haben Cadmium in den Produkten von 12 Durian-Exporteuren entdeckt. Dies führte dazu, dass der Caretaker Landwirtschafts- und Kooperationsminister Capt Thamanat Prompow eine Untersuchung anordnete. Die Exporteure wurden aufgefordert, ihre Herkunft zu überprüfen und die Exportrechte bei gefälschten GAP-Zertifikaten zu verlängern. China verlangt, dass thailändische Früchte, einschließlich Durian, über ein GAP-Zertifikat verfügen. Glücklicherweise liegt der Cadmiumkontaminationsgrad innerhalb des von der chinesischen Regierung festgelegten Standards.

In der aktuellen Situation ist ein Rückgang des Eröffnungspreises für Durian ab Hof bis Ende März 2026 auf voraussichtlich 200 Baht/kg (6,45 US-Dollar/kg) zu erwarten. Für Durian aus Vietnam und Malaysia wird ein Preisrückgang unter 100 Baht/kg (3,23 US-Dollar/kg) prognostiziert. Diese Preisentwicklungen könnten den Wettbewerb zwischen den Ländern verschärfen, zumal Vietnam niedrigere Exportkosten hat. Zudem könnte eine Dürre das Gewicht der Durianfrüchte von 3 kg auf 2,5 kg pro Frucht verringern, was die Exportbedingungen weiter erschwert.

Logistik und Marktdynamik

Die Logistik spielt eine entscheidende Rolle bei den Durian-Exporten. Viele Unternehmen haben nicht in zusätzliche Transportmittel investiert, was zu Engpässen führen könnte. Die thailändischen Behörden arbeiten eng mit ihren chinesischen Kollegen zusammen, um die Qualität der Durian zu gewährleisten und mögliche Importverbote zu vermeiden. Ein weiterer Aspekt ist der Arbeitskräftemangel während der Obsterntezeit, da viele kambodschanische Saisonarbeiter zurückgeführt wurden. Vorschläge zur Erleichterung der Einfuhr landwirtschaftlicher Arbeitskräfte werden diskutiert.

Angesichts der Herausforderungen und Chancen im Durian-Markt wird die Überwachung der Qualität und die Verbesserung der Logistik entscheidend sein, um die thailändischen Durians erfolgreich auf dem internationalen Markt zu positionieren. Die Erwartungen sind hoch, und die Produzenten und Exporteure in Thailand stehen vor der Aufgabe, sowohl die Qualität als auch die Menge ihrer Ernte zu optimieren, um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden.

Für weiterführende Informationen über die Entwicklungen im Durian-Markt und die Maßnahmen zur Sicherstellung einer hohen Produktqualität können Sie die Quelle 1 und die Quelle 2 konsultieren.