Die Tourism Authority of Thailand (TAT) in der östlichen Region hat eine aufregende Initiative ins Leben gerufen, die den Drive-Tourismus in den Mittelpunkt stellt. Unter dem Titel „EAT THE EAST: THE GRAND ROAD TRIP“ zielt diese Kampagne darauf ab, die lokalen Delikatessen und die Esskultur Thailands zu fördern. Die Initiative wird in Partnerschaft mit dem Thailand Gastronomy Network, Krungthai Card und SIXT Thailand durchgeführt. Hierbei wird Drive-Tourismus als Teil der „Journey Economy“ betrachtet, bei der der wirtschaftliche Wert entlang der Reiseroute und nicht nur an einem Ziel generiert wird. Dies soll dazu beitragen, das Ausgeben entlang der Route anzuregen und das Einkommen breiter in den Gemeinschaften der östlichen Region zu verteilen, wie in einem Artikel auf marketech-apac berichtet wird.
Die östliche Region Thailands umfasst die Provinzen Samut Prakan, Chachoengsao, Chonburi, Rayong, Chanthaburi, Trat, Nakhon Nayok, Prachinburi und Sa Kaeo. Diese Provinzen wurden aufgrund ihrer Zugänglichkeit und vielfältigen Landschaften als Pilotgebiet ausgewählt. Die Regionen bieten eine Mischung aus Küsten- und Waldzielen, die in kurzen Fahrzeiten erreichbar sind, was mehrstoppige Reiserouten ermöglicht. Kanokkittika Kritwutikon, die Executive Director der TAT Eastern Region, betont, dass Essen eine wichtige Rolle bei Reiseentscheidungen spielt. Das Programm basiert auf dem Gastronomad-Konzept, welches Reisen als Möglichkeit für Köche und Feinschmecker positioniert, Kultur zu erleben und lokale Gemeinschaften besser zu verstehen.
Drive-Tourismus und kulinarische Entdeckungen
Die Initiative „EAT THE EAST“ fördert nicht nur die lokale Gastronomie, sondern ermutigt auch die Reisenden, ihre eigenen kulturellen Erlebnisse zu schaffen. Die Kampagne lädt die Menschen ein, als Geschichtenerzähler der kulinarischen Traditionen der Region aufzutreten. Die Reisenden können aus einer Vielzahl von gastronomischen Angeboten wählen, darunter Märkte, lokale Restaurants und spezielle Menüs. Zu den Empfehlungen gehören Delikatessen wie der Mangroven-Tart mit Mangosauce, gegrilltes Hähnchen mit Nam Tok-Sauce, gebratene Chanthaburi-Nudeln mit Krabben und gebratener Reis mit Garnelenpaste.
Die Reisestrecke ist in drei Themen unterteilt: die „River & Coastal Balance Route“, die „Forest & Herbal Wellness Route“ und die „Fruit-Treasure-Island Route“. Diese thematischen Routen ermöglichen es den Reisenden, die Vielfalt der östlichen Region Thailands zu entdecken und zu erleben. Die Kampagne läuft von März bis Juni und nutzt die Plattformen des Thailand Gastronomy Network sowie soziale Medien, um die Inhalte zu verbreiten.
Ein Blick in die Zukunft
Die TAT erwartet, dass die östliche Region bis 2025 eine der Top-Destinationen für Touristen in Thailand wird und schätzt, dass 14-15% der Gesamtbesucherzahl auf diese Region entfallen werden. Der Tourismussektor in Thailand hat vor der Pandemie etwa 20% zum Bruttoinlandsprodukt beigetragen, doch der Massentourismus führte oft zu Überfüllung und Umweltschäden. Die thailändische Regierung plant daher, den Massentourismus zu stoppen und auf nachhaltigen Tourismus umzusteigen. Dies ist besonders wichtig, um die kulturelle und natürliche Vielfalt des Landes zu bewahren und gleichzeitig wirtschaftlich stabil zu bleiben, wie in einem Artikel auf thailand-magazin erläutert wird.
Mit einem Fokus auf nachhaltigen Tourismus und einem wachsenden Interesse an kulinarischen Erlebnissen stellt die Kampagne „EAT THE EAST“ eine vielversprechende Möglichkeit dar, die lokale Wirtschaft zu fördern und die einzigartige Kultur der östlichen Region Thailands zu zelebrieren. Die Zukunft des Tourismus in Thailand könnte somit nicht nur wirtschaftlich vorteilhaft, sondern auch kulturell bereichernd sein.