Am 31. Januar 2026 fand in Los Angeles eine besondere Gedenkfeier statt, die dem Andenken von Her Majesty Queen Sirikit, der Königinmutter von Thailand, gewidmet war. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Royal Thai Consulate-General in Los Angeles in Zusammenarbeit mit Wat Thai of Los Angeles. Herr Tor Saralamba, der Konsul-General von Thailand in Los Angeles, und seine Ehefrau leiteten die Zeremonie, die von vielen Mitgliedern der thailändischen Gemeinschaft, Beamten und Mitarbeitern des Konsulats besucht wurde. Dieses Event war Teil der traditionellen buddhistischen Trauerriten, die für den hundredth-day memorial, also den hundertsten Tag nach dem Tod, abgehalten werden.
Queen Sirikit verstarb am 24. Oktober 2025 und seitdem sind alle erforderlichen Schritte für die feierlichen Beisetzungen und die königliche Einäscherung im Gange. Das thailändische Kulturministerium hat die Verantwortung dafür übernommen und arbeitet eng mit verschiedenen Behörden zusammen, um sicherzustellen, dass alles in Übereinstimmung mit den königlichen Traditionen abläuft. Ministerin Sabida Thaiseth bestätigte, dass Loyalität und das Festhalten an alten Bräuchen höchste Priorität haben.
Tradition und Moderne vereint
Die Fine Arts Department hat das Sagen bei der Planung und dem Bau des königlichen Krematoriums, das Phra Merumas genannt wird. Der Entwurf folgt den alten Bräuchen, wobei Architekten, Ingenieure und Handwerker ihre Pläne zur Genehmigung vorlegen müssen. Doch nicht nur das Krematorium selbst, sondern auch mehrere Nachbildungen und Sandelholzblumen-Altar werden im ganzen Land errichtet, um allen Thailändern die Möglichkeit zu geben, an diesem besonderen Gedenken teilzunehmen.
Diese Rituale sind nicht nur ein bedeutender Teil des kulturellen Erbes Thailands, sondern spiegeln auch die jahrhundertealten Traditionen wider, die auf den Lehren Buddhas basieren. So ist die Trauer um wichtige Persönlichkeiten tief in den buddhistischen Praktiken verwurzelt, die den Fokus auf Respekt, Hingabe und die Vergänglichkeit des Lebens legt.
Buddhismus und seine Lehren
Buddhismus selbst hat viele Aspekte des thailändischen Lebens beeinflusst. Die Lehren Buddhas werden seit über 2.500 Jahren vermittelt und haben über 500 Millionen Menschen berührt. Besonders relevant sind dabei zentrale Themen wie das Streben nach innerem Frieden und die sozialen Bindungen in der Gemeinschaft. Die Traditionen rund um den buddhistischen Tod, insbesondere die Praktiken der “Wan Atthami Bucha”, haben auch die heutige Art der Trauer und Erinnerung in Thailand geprägt.
Die letzte Mahzeit des Buddhas und sein Tod in Kusinara sind fundamentale Geschichten, die Respekt und das Vergehen aller Dinge thematisieren. Diese Geschichten fließen in die thailändischen Bestattungspraktiken ein und verdeutlichen die Bedeutung der Rituale, die auf das Andenken an die Verstorbenen fokussiert sind.
In Thailand wird die Erinnerung an die Verstorbenen mit verschiedenen Bräuchen gefeiert, die mit Blumen, Musik und Tanz verbunden sind. Diese Tradition zeigt, wie Menschen in Thailand tief in ihrer Kultur verwurzelt sind und wie die Verbundenheit von Glauben und Gemeinschaft in schweren Zeiten besonders stark zum Ausdruck kommt. Die Festlichkeiten rund um Queen Sirikit sind ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Tradition und Gemeinschaft auch in der Trauer zusammenfinden.
Die Trauer um die Königinmutter wird sicher nicht nur in Los Angeles und Thailand eine große Resonanz finden, sondern erinnert uns auch an die weitreichenden kultuellen Verbindungen, die das thailändische Volk zusammenschweißen.