Heute ist der 16.02.2026 und wir werfen einen Blick auf die derzeitige Lage im thailändischen Tourismussektor, der sich in einer spannenden Phase der Erholung und Transformation befindet. Die Touristenzahlen steigen wieder, und die Branche zeigt sich optimistisch hinsichtlich der wirtschaftlichen Beiträge, die sie für das Land leisten kann. Laut dem Tourismusrat von Thailand (TCT) wird erwartet, dass der Tourismussektor in diesem Jahr erheblich zum Wirtschaftswachstum beiträgt. In der Hochsaison im November 2025 verzeichnete Krabi einen bemerkenswerten Anstieg der Besucherzahlen, was auf die Erholung nach den pandemiebedingten Einschränkungen zurückzuführen ist. Die Prognosen deuten auf ein BIP-Wachstum von 1,5 bis 2,5 % hin, nachdem im Vorjahr bereits ein Wachstum von 2,4 % erreicht wurde.

Besonders auffällig ist der Anstieg der täglichen Ankünfte, die aktuell bei über 130.000 liegen, einschließlich eines Anstiegs der chinesischen Touristen von 10.000 auf 30.000 täglich. Diese Entwicklung ist nicht nur für die betroffenen Regionen von Bedeutung, sondern hat auch Auswirkungen auf die gesamte thailändische Wirtschaft, da der Tourismussektor typischerweise 10 bis 20 % des BIP ausmacht. Ratchaporn Poolsawadee, Vizepräsident des TCT, führt das starke Wachstum auf die hohe Reisezeit und die Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahr zurück.

Herausforderungen und Chancen

Trotz dieser positiven Entwicklungen sieht sich die Branche auch Herausforderungen gegenüber. Es gibt erhebliche Einnahmeverluste durch nicht besteuerte Online-Reiseagenturen und illegale ausländische Betreiber, die die Regierung dazu veranlassen, systematische Änderungen einzuführen. Unlizenzierte Unterkünfte stellen ein weiteres Hindernis dar, das die Steuererträge der Regierung beeinträchtigt. Zudem plant die Regierung, die visumfreie Aufenthaltsdauer von 60 auf 30 Tage zu reduzieren, was vom TCT unterstützt wird, um illegalen Aktivitäten durch Touristen entgegenzuwirken.

Die Tourismusbranche hat sich als Motor für Beschäftigung und Unternehmenswachstum in Thailand bewährt. Im Jahr 2024 erreichten die Einnahmen aus dem Tourismus über 1,7 Billionen Thai Baht, wobei Bangkok mit über 940 Milliarden Baht die Hauptdestination darstellt. Die Stadt ist bekannt für ihr Nachtleben, ihre Einkaufsmöglichkeiten und kulturellen Attraktionen und zieht Reisende aus der ganzen Welt an. Neben Bangkok sind auch Chiang Mai, Phuket und Pattaya beliebte Reiseziele.

Nachhaltigkeit und Zukunftsperspektiven

Ein wichtiger Aspekt, der zunehmend in den Fokus rückt, ist die Nachhaltigkeit im Tourismus. Die thailändische Regierung hat erkannt, dass der Massentourismus zu Überfüllung, Müll und Umweltschäden geführt hat, wie beispielsweise in der Maya Bay, die 2018 für Besucher geschlossen wurde. Die Natur in dieser Region erholt sich nun, und die Rückkehr von Meeresschildkröten und anderen Meeresbewohnern ist ein positives Zeichen. Um künftige Schäden zu vermeiden, plant die Regierung einen Wechsel hin zu einem nachhaltigen Tourismusansatz.

Für 2024 wird ein Ziel von 35 Millionen internationalen Touristen angestrebt, und China wird voraussichtlich der wichtigste Markt mit 3,6 Millionen Besuchern in der zweiten Jahreshälfte 2024 sein. Um diese Ziele zu erreichen, fördert die Regierung die Einreise durch visumfreie Regelungen und Fast-Track-Visa. Zudem wird Thailand zunehmend als Ziel für Medizin- und Wellnesstourismus bekannt, was die Vielfalt des Angebots erweitert und neue Einnahmequellen erschließt. Die Thai Hotels Association fordert bessere Arbeitsbedingungen und eine Priorisierung des Tourismus, um die Herausforderungen des Arbeitskräftemangels zu bewältigen.

Insgesamt zeigt sich, dass der thailändische Tourismussektor auf einem vielversprechenden Weg ist, sowohl wirtschaftlich als auch hinsichtlich der Qualität und Nachhaltigkeit der Besucher. Die kommenden Jahre könnten entscheidend dafür sein, wie Thailand seine Position als führendes Reiseland weiter festigen und gleichzeitig den Herausforderungen gerecht werden kann, die mit dem massenhaften Ansturm an Touristen verbunden sind. Die Maßnahmen der Regierung, verbunden mit dem Engagement der Branche, könnten die Weichen für eine nachhaltige und florierende Zukunft stellen.