In Hua Hin, Thailand, ereignete sich am 19. Februar ein tragischer Vorfall, der die Dorfgemeinschaft erschütterte. Ein 63-jähriger Vater hat seinen 30-jährigen Sohn erschossen. Der Vater, der unter Depressionen leidet, offenbarte, dass er von seinem Sohn enttäuscht sei. Die Polizei wurde zu einem Haus in Soi Hua Hin–Huay Mongkhon 15 gerufen, nachdem es zu einem Schuss gekommen war. Der Vater wurde schockiert und kaum gehend außerhalb des Hauses gefunden, während der Sohn tot in einem Schlafzimmer im zweiten Stock aufgefunden wurde, mit einer Schusswunde am Kopf. Die Waffe, die zur Tat verwendet wurde, lag auf der Treppe. Die Tochter des Verdächtigen hörte zunächst einen lauten Knall und dachte an eine Explosion. Als sie ihren Vater mit der Waffe vor dem Schlafzimmer ihres Bruders fand, nahm sie ihm diese ab. Die Mutter war zu diesem Zeitpunkt auf einem nahegelegenen Markt.

Der Polizeichef von Hua Hin berichtete, dass der Vater und der Sohn häufig gestritten hatten, was die Depression des Vaters verschärfte. Der Vater gestand die Tat und äußerte, dass er hohe Erwartungen an seinen Sohn hatte. Die Polizei wird nun rechtliche Schritte einleiten und dabei auch die psychische Gesundheit des Verdächtigen berücksichtigen, wobei die rechtlichen Konsequenzen noch nicht festgelegt sind. Ein weiterer erschreckender Vorfall ereignete sich in Bangkok, wo ein Mann in einer Polizeizelle Suizid beging, nachdem er wegen wiederholter Übergriffe auf seine Ex-Freundin festgenommen worden war. Solche Tragödien werfen Fragen zur psychischen Gesundheit und den damit verbundenen Risiken auf.

Waffengewalt und psychische Gesundheit

Die Vorfälle in Thailand sind nicht isoliert zu betrachten. In den USA zeigt sich ein ähnliches Bild: Das Land hat im Vergleich zu anderen entwickelten Ländern deutlich höhere Raten an Waffengewalt. Diese wird als bedeutende und vermeidbare Gesundheitskrise angesehen. Psychische Erkrankungen werden oft als Risikofaktor für Gewalt angesehen, doch Experten weisen darauf hin, dass dies ein Missverständnis ist. Tatsächlich sind psychische Erkrankungen lediglich in einer Minderheit von Fällen von Massenschießereien ein Faktor, und die meisten Menschen mit psychischen Erkrankungen sind nicht gewalttätig.

Fachleute im Bereich psychische Gesundheit spielen eine entscheidende Rolle bei der Risikobewertung von Gewalt und der Beratung zur Waffensicherheit. Der Zugang zu Schusswaffen und deren sichere Aufbewahrung sind wichtige Anliegen für diese Fachleute. Politische Lösungen, die sich ausschließlich auf psychische Gesundheit konzentrieren, sind oft ineffektiv und lenken von komplexeren Diskussionen über Waffeneigentum ab. Daher fordern Experten eine evidenzbasierte Politik, die die Realität des Waffenbesitzes und die Risiken von Waffengewalt berücksichtigt.

Die Realität der Waffengewalt

In den USA gibt es über 350 Millionen privat besessene Schusswaffen, was etwa 30% aller weltweit in Privatbesitz befindlichen Waffen entspricht. Die Selbstmordrate durch Schusswaffen in den USA ist achtmal höher, und die Mordrate ist 25-mal höher als in anderen entwickelten Ländern. Während Massenschießereien weniger als 1% aller Waffengewalt ausmachen, übersteigen Suizide regelmäßig die Mordzahlen. Trotz des weit verbreiteten Glaubens, dass Waffengewalt zunimmt, sind die Mordraten durch Schusswaffen tatsächlich gesunken.

Die Wahrnehmung von Waffengewalt wird durch die Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in den Medien verstärkt. Zukünftige politische Initiativen sollten sich daher auf die Verbesserung der Forschung zu Waffengewalt und die Entwicklung von Programmen zur sicheren Aufbewahrung von Waffen konzentrieren.

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