In einem tragischen Vorfall, der die Modewelt und die britische Gemeinschaft erschüttert hat, starb Quentin Griffiths, Mitbegründer des Modehändlers ASOS, im Alter von 58 Jahren. Er fiel am 9. Februar aus einer Luxuswohnung in Pattaya, Thailand, und wurde ohne Schuhe außerhalb der Unterkunft aufgefunden. Die Umstände seines Todes werfen viele Fragen auf, insbesondere da das Zimmer von innen abgeschlossen war und CCTV-Aufnahmen zeigten, dass Griffiths allein in die Wohnung zurückkehrte, ohne dass jemand ihm folgte. Die Polizei hat bisher keine Anzeichen für einen Einbruch, Diebstahl oder einen Kampf gefunden und vermutet Selbstmord, was jedoch von den laufenden Ermittlungen abhängt. Griffiths war in einen Rechtsstreit mit seiner Ex-Frau Ploy Kringsinthanakun verwickelt, die ihm vorwarf, Land und Anteile im Wert von 500.000 £ ohne ihr Wissen verkauft zu haben (The Thaiger).
Die Polizei hat bestätigt, dass Griffiths mit schweren Verletzungen gefunden wurde, die mit einem hohen Absturz übereinstimmen. Auf dem Balkon wurde ein Stuhl gefunden, der möglicherweise verwendet wurde, um über das Geländer zu klettern. Es wurde auch Alkohol konsumiert, was die Situation zusätzlich kompliziert. Griffiths hatte in den letzten Monaten mit rechtlichen Problemen zu kämpfen, darunter Vorwürfe des Betrugs und laufende Gerichtsverfahren, die möglicherweise zu seinem psychischen Zustand beigetragen haben. Er hatte auch eine Klage gegen BDO eingereicht, in der er behauptete, über 4 Millionen £ an Steuern aufgrund falscher steuerlicher Beratung schulden zu haben. Diese rechtlichen Probleme könnten eine schwerwiegende Belastung für Griffiths dargestellt haben, die möglicherweise in seinen letzten Tagen zu einer verzweifelten Situation führte (Thai Examiner).
Ein Blick auf die Suizidstatistik in Thailand
Die Suizidrate in Thailand ist ein Thema von wachsender Bedeutung, insbesondere im Kontext von persönlichem und finanziellem Druck. Zwischen 1997 und 2021 wurden insgesamt 106.955 Suizide verzeichnet, mit einer durchschnittlichen Suizidrate von 7.14 pro 100.000 Einwohner. Besonders auffällig ist, dass Männer mit 78% der Fälle überrepräsentiert sind, was auf tiefere gesellschaftliche und psychologische Probleme hinweist. Die höchste nationale Suizidrate wurde im Jahr 1999 mit 8.84 pro 100.000 erreicht, während die Raten zwischen 2015 und 2021 relativ stabil bei etwa 7.50 pro 100.000 lagen. Dies zeigt, dass es in den letzten Jahren zwar keine drastischen Veränderungen gab, das Problem jedoch weiterhin ernst genommen werden muss (Nature).
Risikofaktoren für Suizide in Thailand sind unter anderem finanzielle Schwierigkeiten, hohe Armutsquoten sowie steigende Kriminalitätsraten. Untersuchungen haben signifikante Zusammenhänge zwischen finanziellen Faktoren und dem Suizidrisiko aufgezeigt. In Anbetracht der finanziellen und rechtlichen Belastungen, mit denen Griffiths konfrontiert war, könnte sein Fall als Beispiel für die komplexen Zusammenhänge zwischen persönlichen Krisen und dem Risiko von Suizid dienen. Die Gesellschaft ist gefordert, gezielte Interventionen zur Suizidprävention in Hochrisikogebieten zu entwickeln und zu implementieren, um betroffenen Personen zu helfen und tragische Vorfälle wie den Tod von Griffiths zu verhindern.