Heute ist der 20.02.2026 und die Motorsportwelt blickt gespannt auf Thailand, wo Jorge Martin am kommenden Samstag in Buriram erstmals seit dem Valencia-Test im November wieder auf die Strecke gehen wird. Der MotoGP-Weltmeister von 2024 hat die Freigabe der Ärzte der MotoGP-Kommission erhalten und wird mit der Aprilia RS-GP an den letzten Erprobungen vor dem Saisonstart teilnehmen. Diese erste Fahrt auf dem Kurs in Buriram ist für Martin von großer Bedeutung, da er die Tests und den Grand Prix 2025 aufgrund einer Verletzung beim Supermoto-Fahren verpasst hat.
Martin, der in den letzten 12 Monaten mit erheblichen Verletzungen zu kämpfen hatte, äußerte, dass er sich auf der Strecke in Spanien gut gefühlt hat, jedoch noch nicht in Topform ist. Er schätzt, dass er bei etwa 90 Prozent seiner Leistungsfähigkeit startet. „Der Kurs in Buriram wird mir helfen, mich wieder einzufahren“, erklärte Martin. Zudem betont er die Fortschritte seines Teams und die wertvolle Erfahrung von Marco, die ihm zugutekommen.
Rückblick auf die Verletzungen
Die letzten zwei Jahre waren für Martin äußerst herausfordernd. Nach einem beeindruckenden Aufstieg in der MotoGP, der ihn zum ersten Privatfahrer machte, der seit 2002 Weltmeister wurde, musste er sich mit einer Vielzahl von Verletzungen herumschlagen. Insgesamt hat er in seiner Karriere bereits 26 Knochenbrüche erlitten, was seine Teilnahme an zahlreichen Rennen und Tests erheblich beeinträchtigte. So musste er etwa die ersten drei Rennwochenenden der Saison 2025 aufgrund von zwei schweren Stürzen im Vorfeld auslassen.
Seine Verletzungschronik ist beachtlich: In nur 67 Tagen erlitt er 19 Brüche, darunter Frakturen des Mittelhandknochens, Mittelfußknochens, Speiche und mehr. Diese Rückschläge machten eine umfassende Rehabilitation notwendig, die mehrere Operationen im Dezember umfasste. Trotz dieser Widrigkeiten zeigt Martin ungebrochenen Kampfgeist und ist nun bereit, sich auf der Strecke zu beweisen.
Ausblick auf die Zukunft
Mit Blick auf die Zukunft äußerte Martin Bedauern über den Wegfall der Rennstrecke in Phillip Island, die er als eine der schönsten im Kalender bezeichnet. Auch der Verlust der Lombok-Rennstrecke trifft ihn schwer. Die Frage nach seiner Zukunft im Jahr 2027 bleibt bislang unbeantwortet, jedoch deutet vieles darauf hin, dass er und sein Management das Projekt mit Aprilia als gescheitert betrachten und möglicherweise für das Yamaha-Werksteam unterschreiben werden, sobald er seine vollständige Genesung nachweist.
Die MotoGP-Saison 2026 verspricht also spannend zu werden, insbesondere mit Martins Rückkehr und der Frage, wie er sich nach seiner schweren Verletzungsphase schlagen wird. Die Fans dürfen sich auf seine erste Fahrt mit der Aprilia RS-GP in Buriram freuen, während sie gleichzeitig die Entwicklungen im Transfermarkt aufmerksam verfolgen.