Der Weltreisende und SWW-Beitragende Terry Peoples ist kürzlich von einer spannenden Reise nach Koh Samui zurückgekehrt. Sein Ziel? Einen großen Wels zu fangen. Während seines Aufenthalts kam es zu interessanten Gesprächen mit Fischern aus dem Vereinigten Königreich und Asien, die das Thema der riesigen Karpfen aufwarfen. Terry selbst hatte keinen leichten Tag, denn er kämpfte mit einem beeindruckenden 198-Pfund schweren Mekong-Wels. Für die Zuschauer hat er seine Reaktionen während des Fischens in einem Video festgehalten, was seine Erlebnisse besonders lebendig macht. Im Studio wurde zudem die Crappie-Saison besprochen, während Anthony Landreth eine wichtige Warnung zum Thema Bootfahren unter Einfluss (BUI) aussprach und über Jagdmöglichkeiten informierte. Die Präsentation von Zuschauerfotos von großen Fängen rundete das Segment ab und sorgte für Begeisterung.
Die Riesenwelse Thailands
Die Faszination für riesige Fische, insbesondere den Mekong-Riesenwels, ist in Thailand fest verankert. Um diesen beeindruckenden Fisch zu schützen, initiierte die thailändische Regierung in den frühen 1980er Jahren ein Zuchtprogramm. Dies erwies sich als erfolgreich, da sich die Art gut an die Zuchttechniken anpasste und die Populationen in staatlichen Einrichtungen kontinuierlich anstiegen. Viele dieser Fische fanden im Laufe der Zeit ihren Weg in private Hände, wo sie von Sammlern, Tempelverwaltern und Fischzüchtern gehalten wurden.
Ein Beispiel für das Engagement in der Zucht ist Sittitam Ruengcharungpong, der kommerziell Drachenfische und Arapaima züchtet, aber auch mehrere thailändische Megafischarten in seinen Teichen hält. Er hat das Ziel, die Fische auf ihre volle Größe heranzuziehen, um seinen Kindern die beeindruckende Größe dieser Tiere zu zeigen. Zudem erinnert eine goldene Wels-Statue im buddhistischen Tempel Wat Pla Buek in Chiang Khong an den Mekong-Riesen.
Die Fischereiindustrie in Thailand
Der Begriff „Fischerei“ in Thailand ist vielseitig und umfasst Freizeitfischerei, Aquakultur und Wildfischerei. Mit einer Fläche von 514.000 km² und einer Küstenlinie von über 2.000 km ist Thailand ein bedeutender Akteur in der Fischereiindustrie. Fische aus thailändischen Gewässern sind traditionell ein wichtiger Proteinlieferant, mit einem durchschnittlichen Fischkonsum von 27,2 kg pro Person im Jahr 2016. Dennoch sieht sich die Branche Herausforderungen gegenüber: Die Fischbestände nehmen ab, und Kleinfischer fangen heute bis zu achtmal weniger Fische als in den 1960er Jahren.
Aquakultur spielt eine entscheidende Rolle, wobei Süßwasserfische wie Wels, Niltilapia und Silberbarbe die Hauptakteure sind. Überfischung ist ein ernstes Problem, und die EU hatte Thailand 2015 eine „gelbe Karte“ wegen unzureichender Maßnahmen gegen illegale Fischerei erteilt. Durch die Implementierung strengerer Gesetze konnte Thailand jedoch 2019 diese „gelbe Karte“ zurückgewinnen.
Die Entwicklung in der Fischereiindustrie zeigt nicht nur die kulturelle Bedeutung von Fischen in Thailand, sondern auch die Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt, um die Meeresressourcen nachhaltig zu bewahren. Terry Peoples‘ Erlebnisse in Koh Samui sind ein kleiner, aber spannender Teil dieser größeren Erzählung über die Beziehung zwischen Mensch und Natur in einem der vielfältigsten Ökosysteme der Welt.
Für weitere Informationen zu Terrys Reise und seinen Fängen, besuchen Sie die Originalquelle. Interessierte können sich auch über die Bedeutung des Mekong-Riesenwelses und seine Zuchtpraktiken auf National Geographic informieren. Für einen tieferen Einblick in die Fischereiindustrie in Thailand lohnt sich ein Blick auf diese Seite.