Heute ist der 24.02.2026. Koh Samui, einst ein Traumziel für Touristen aus aller Welt, sieht sich derzeit einer verheerenden Tourismuskrise gegenüber. Die Situation betrifft nicht nur die beliebten Destinationen Bangkok und Chiang Mai, sondern auch die paradiesischen Inseln Phuket und Koh Samui selbst. Laut einem Bericht auf Travel and Tour World sind die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Krise dramatisch und gefährden die Lebensgrundlage vieler Einheimischer.
Die Ursachen für die Krise sind vielschichtig. Politische Unruhen in Bangkok, wo Proteste das tägliche Leben und den Tourismus stark stören, sind nur ein Teil des Problems. Als Schlüsselorte für diese Proteste gelten der Victory Monument, der Democracy Monument und Ratchaprasong. Zusätzlich hat die erhöhte militärische Präsenz und die Angst vor Terrorismus zu einem Rückgang der Besucherzahlen geführt. In den letzten Monaten haben sich die Stornierungen für Reisen nach Bangkok häuft, da viele Reisende zögern, die Stadt zu besuchen.
Umweltprobleme und Sicherheitsbedenken
Chiang Mai kämpft mit einer schweren Luftverschmutzung, die hauptsächlich durch landwirtschaftliches Brennen und Waldbrände verursacht wird. Im frühen Jahr 2026 erreichte die Luftqualität gefährliche Werte, was die Regierung dazu veranlasste, Reisewarnungen herauszugeben. Besonders Reisende mit gesundheitlichen Problemen wird geraten, die Stadt während der Haupt-Haze-Saison zu meiden. Die negativen Auswirkungen auf lokale Unternehmen sind spürbar, da viele Touristen ihre Reisen aufgrund der schlechten Luftqualität absagen.
Phuket und Koh Samui leiden unter einer Überfüllung von Touristen und unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen. Die Strände in Phuket sind überlaufen, was nicht nur für Besucher, sondern auch für lokale Unternehmen eine Herausforderung darstellt. Die überlastete Infrastruktur führt zu Verkehrsstau und langen Wartezeiten. Sicherheitsbedenken bezüglich überfüllter Fähren und schlecht gewarteter Boote sind ebenfalls aufgekommen. Vergangene Vorfälle, wie das Sinken eines Tauchbootes im Jahr 2018, haben die Ängste der Touristen verstärkt.
Natürliche Katastrophen und anhaltende Bedrohungen
Thailand ist zudem anfällig für natürliche Katastrophen. Im späten Jahr 2025 wurden schwere Überschwemmungen im Hat Yai Bezirk gemeldet, die viele Touristen strandeten. Häufige Stürme und Überschwemmungen stören die Reisepläne und schaffen zusätzliche Sicherheitsbedenken. Auch die anhaltende Gewalt in den südlichen Provinzen Yala, Pattani und Narathiwat mit Bombenanschlägen und Schießereien trägt zur Unsicherheit der Reisenden bei. Die US-Botschaft hat Reisewarnungen herausgegeben, die vor Reisen in diese Regionen abraten.
Die Rolle der Luftverschmutzung
Erschwerend kommt hinzu, dass die Luftverschmutzung, insbesondere die PM2.5-Feinstaubwerte, in Bangkok und Chiang Mai während der Hauptreisezeit (Januar bis April) eine große Herausforderung darstellen. Am 20. Juli bat Bangkok die Mitarbeiter des öffentlichen und privaten Sektors, aufgrund des toxischen Staubs von zu Hause aus zu arbeiten. Diese Probleme beeinflussen nicht nur die Gesundheit der Bevölkerung, sondern auch die touristische Anziehungskraft des Landes. Laut einer Analyse auf Bangkok Post sind die Ankünfte von ausländischen Touristen in Thailand im Vergleich zum Vorjahr um 5,62 % zurückgegangen.
Die Tourismusbranche, die über 4,5 Millionen Menschen beschäftigt und erheblich zum BIP Thailands beiträgt, steht vor der Herausforderung, sich an diese neuen Gegebenheiten anzupassen. Die Überabhängigkeit vom Tourismus ohne einen Plan B, wie während der Covid-19-Pandemie deutlich wurde, hat die Notwendigkeit eines Wandels in der Branche unterstrichen. Der Fokus muss auf nachhaltigem Tourismus und Umweltbewusstsein liegen.
Angesichts dieser Herausforderungen hat Thailand die Möglichkeit, in der Schaffung einer verantwortungsvollen Tourismusindustrie zu führen, indem alle Sektoren zusammenarbeiten. Nur durch effektive Maßnahmen zur Bekämpfung von Verschmutzung und Klimawandel kann das Land seine Position als beliebtes Reiseziel zurückgewinnen.