Am 9. Februar 2026 ereignete sich in Pattaya, Thailand, ein tragischer Vorfall, der die Welt der Mode und Wirtschaft erschütterte. Quentin Griffiths, der Mitgründer der bekannten Modekette ASOS, stürzte aus dem 17. Stock seines Apartments. Sein Tod bleibt bis heute von vielen Fragen umgeben, da die genauen Umstände unklar sind. Laut den Ermittlern gibt es keine Hinweise auf ein Verbrechen, und auch CCTV-Aufnahmen zeigen, dass niemand Griffiths‘ Wohnung betreten hat. Die Tür war verschlossen, und es wurden keine Einbruchsspuren gefunden. Eine Autopsie ergab keine Anzeichen für Fremdverschulden, was die Situation noch mysteriöser macht.
Griffiths lebte allein in seiner Wohnung, und die thailändische Polizei steht vor der Herausforderung, die genauen Umstände seines Falls zu klären. Ob es sich um einen Unfall oder einen Suizid handelt, ist ungewiss. Seine Ex-Ehefrau, Ploynaphat Kringsinthanakun, wies jegliche Beteiligung an seinem Tod zurück und war zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht in Pattaya. Allerdings befand sich Griffiths in einem Rechtsstreit mit ihr bezüglich Sorgerecht und finanziellen Angelegenheiten, was von einem Freund als belastend beschrieben wurde. In seiner Wohnung wurden Dokumente zu diesen Klagen gefunden, was darauf hindeutet, dass er sich Sorgen über die rechtlichen Auseinandersetzungen machte.
Die Hintergründe und die Reaktionen
Familienangehörige äußern ihre Zweifel an der Theorie eines Suizids, da kein Abschiedsbrief gefunden wurde. Griffiths, der ASOS im Jahr 2000 mitgründete und bis heute als bedeutender Anteilseigner galt, hatte das Unternehmen zwar verlassen, blieb aber mit seiner Vergangenheit verbunden. Das britische Außenministerium hat mittlerweile Kontakt zur Familie des Verstorbenen aufgenommen und unterstützt sie in dieser schweren Zeit.
Die Thematik rund um Suizid und psychische Gesundheit ist nicht nur in diesem Fall relevant. Laut der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention ist das Suizidrisiko bei Menschen mit psychischen Erkrankungen erhöht. Besonders betroffen sind Personen mit affektiven Störungen, Psychosen, Suchterkrankungen und Persönlichkeitsstörungen. Studien zeigen, dass 40 bis 60% der Suizidverstorbenen als depressiv beurteilt wurden.
Ein komplexes Thema
Die Herausforderung, suizidgefährdete Personen von professioneller Hilfe zu überzeugen, ist groß, obwohl die Behandlungsmöglichkeiten sowohl ambulante als auch stationäre Angebote umfassen können. Psychotherapeutische Gespräche sind von entscheidender Bedeutung, auch wenn pharmakologische Behandlungen zum Einsatz kommen. Traumatische Ereignisse, wie der Verlust wichtiger Bezugspersonen oder eines Arbeitsplatzes, können Suizidgedanken auslösen. Auch Griffiths‘ belastende rechtliche Situation könnte in diesem Kontext betrachtet werden, auch wenn es derzeit keine Beweise gibt, die auf eine psychische Erkrankung hinweisen.
Die Umstände von Quentin Griffiths‘ Tod werfen ein Licht auf die komplexen Themen von psychischer Gesundheit und den Herausforderungen, die viele Menschen im Verborgenen tragen. Die Ermittlungen gehen weiter, und die Trauer um einen talentierten Unternehmer bleibt spürbar.