Phuket, die berühmte Inselschönheit Thailands, wird derzeit zur lebendigen Kulisse für die erste Thailand Biennale in diesem Jahr. Unter dem Titel „Eternal Kalpa]“ hat dieses bedeutende Kunstfestival die Straßen von Phuket in ein beeindruckendes Kunstwerk verwandelt, und das zur rechten Zeit, denn die politische Landschaft des Landes steht nicht still. Am 8. Februar 2026 hat eine wahre Schlacht zwischen 57 politischen Parteien um die Wählergunst begonnen, und die Kunst verschmelzt dabei direkt mit der politischen Imagery, wie [Monocle berichtet.
Die Biennale, die vom 29. November 2025 bis zum 30. April 2026 stattfindet, nutzt über 20 Veranstaltungsorte, die sowohl historische als auch postindustrielle Charakteristika verbinden. Alte Gebäude wie die Kathu Liquor Distillery und die Chao Fah Power Station wurden für diese außergewöhnliche Veranstaltung umfunktioniert. Kuratorin Marisa Phandharakrajadej hebt hervor, dass das Hauptziel des Festivals darin besteht, „Aufmerksamkeit anstelle von Anziehung“ zu schaffen. Phuket soll als dynamische Kulturlandschaft wahrgenommen werden, weg von den üblichen Strandklischees, wie auch Thai Times anmerkt.
Kunst und Kultur im Dialog
Insgesamt beteiligen sich etwa 65 Künstler aus aller Welt an diesem Event, das mit dem Ziel gestartet wurde, eine Plattform für den interkulturellen Dialog und nachhaltigen Kulturtourismus zu schaffen. Die Kunstwerke sind an verschiedenen Orten in der Stadt verteilt, von den malerischen Straßen der Altstadt bis hin zu Küstenparks und mangrovenreichen Landschaften, was die Vielfalt und die kulturelle Tiefe von Phuket verdeutlicht.
Ein Highlight ist das Pearl Theater, ein historisches Gebäude aus dem Jahr 1971, das Kunstinstallationen zeigt, die mit der wirtschaftlichen und kulturellen Geschichte des Nachtlebens in Phuket verbunden sind. Diese kreative Aneignung öffentlicher Räume bringt nicht nur frischen Wind in die sechswöchige Veranstaltung, sondern lädt auch die Zuschauer ein, über den Tellerrand hinauszuschauen.
Politik und Kunst vereint
Mit über drei Millionen erwarteten Besuchern wird das Festival voraussichtlich einen erheblichen wirtschaftlichen Einfluss auf Phuket und die umliegenden Regionen haben. Der Erlös aus dem Tourismus wird für 2026 auf 605 Milliarden Baht (etwa 16,3 Milliarden Euro) geschätzt. Es ist kein Zufall, dass das Festival mit einer so bedeutsamen Wahl und einem Referendum über die Verfassungslegitimität in der Region zusammenfällt. Die Bhumjaithai-Partei, die bei den letzten Wahlen erfolgreich war, könnte die nationale Lebensweise stark beeinflussen.
Die Thailand Biennale zielt darauf ab, die zeitgenössische Kunst in Thailand zu dezentralisieren und neue Zielgruppen anzusprechen. Das Konzept des Festivals spiegelt eine moderne, hindu-buddhistische Sichtweise der Zeit wider, die die Lebensdauer des Universums betrachtet und zugleich die wechselseitigen Beziehungen zwischen Menschen und Natur thematisiert, wie Biennial Foundation erklärt.
Insgesamt wird deutlich, dass die Biennale nicht nur als Plattform für Kunst dient, sondern auch als Spiegel der sich wandelnden gesellschaftlichen und kulturellen Dynamiken in Thailand. Sie bringt frische Ideen und Perspektiven in die öffentliche Diskussion und steht somit nicht nur für die Kunst selbst, sondern für ein ganzes Stück kultureller Identität. Phuket wird in den kommenden Monaten zum Schauplatz einer kreativen Transformation, in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in einem spannenden Dialog stehen.