In Thailand hat sich in den letzten Jahren viel um das Thema Cannabis getan. Während das Land 2022 als erstes asiatisches Land die Nutzung von Cannabis größtenteils legalisierte, kommt es nun zu einer Wende in der Gesetzgebung. Die britische Regierung hat aktuelle Informationen zur Cannabisgesetzgebung in Thailand veröffentlicht und warnt ihre Staatsangehörigen eindringlich. Sie weist darauf hin, dass Cannabisnutzung in Thailand ausschließlich für medizinische Zwecke erlaubt ist. Wer ohne entsprechende thailändische medizinische Verschreibung Cannabis nutzt oder im Besitz von Cannabis ist, macht sich strafbar. Freizeitnutzung bleibt illegal, und der Besitz von Cannabis führt zu hohen Geldstrafen oder gar Gefängnisstrafen.
Was müssen Reisende beachten, um nicht in Schwierigkeiten zu geraten? Es ist dringend erforderlich, eigenes Gepäck zu packen und keinen anderen Menschen beim Zoll zu helfen. Kriminelle Banden setzen auf Drogentransport und haben bereits viele Personen in Schwierigkeiten gebracht. Berichten zufolge wurden britische Staatsangehörige festgenommen, weil sie Cannabis aus Thailand transportierten. Dabei ist das Ausführen von Cannabis aus Thailand illegal, und es drohen nicht nur hohe Geldstrafen, sondern auch lange Haftstrafen im Ausland, selbst wenn nur Spuren auf Kleidung oder Gepäck gefunden werden. Zufällige Blut- und Urintests sind nicht auszuschließen, um den Cannabisgehalt im Körper zu überprüfen.
Änderungen in der Gesetzgebung
Die thailändische Regierung feilt nun an Änderungen, um Cannabis nur noch auf Rezept für medizinische Zwecke zuzulassen, was viele Verkäufer und Shop-Besitzer schockiert. Vor Kurzem wurde festgestellt, dass es in Thailand etwa 18.000 Cannabis-Shops gibt, und die Einnahmen aus dem Cannabis-Tourismus werden auf rund eine Milliarde Euro geschätzt. Kritiker, darunter die britische Regierung, äußern Besorgnis über den fortschreitenden Cannabis-Schmuggel durch Touristen, weshalb ein stärkerer Fokus auf Regulierung und Kontrolle gelegt werden muss.
Um dem Schmuggel entgegenzuwirken, haben die britischen Behörden in Zusammenarbeit mit thailändischen Zollbehörden Maßnahmen ergriffen. Die Maßnahmen zeigen bereits Wirkung: Im ersten Quartal 2025 gab es einen Rückgang der Cannabisversendungen aus Thailand in das Vereinigte Königreich um 90 %. Ein neuer Abkommen zwischen der britischen Grenzschutzbehörde und den thailändischen Customs hält vor der Ausfuhr von Paketen umfassende Kontrollen ein. Diese Kooperation ist entscheidend, um sicherzustellen, dass weder Drogen ins Land gelangen noch aus dem Land geschmuggelt werden.
Die Realität vor Ort
Obwohl der Cannabis-Tourismus in Thailand floriert, gibt es Bedenken über eine zunehmende Abhängigkeit und psychische Probleme, besonders seit der Legalisierung. Mönche in Drogen-Entzugstempeln berichten von einem Anstieg der Cannabis-Sucht, was die Notwendigkeit von mehr Regulierung und Kontrolle in der Gesetzgebung verdeutlicht. Letztlich könnten die geplanten Gesetzesänderungen auch Auswirkungen auf den Tourismus haben, da viele Reisende möglicherweise kein Interesse an einem restriktiveren Umfeld zeigen.
Die aktuelle Situation bietet sowohl Herausforderungen als auch Chancen für Reisende und Einheimische. Wer sich an die Regeln hält und gut informiert ist, kann den Boom des Cannabis-Tourismus und die kulturellen Veränderungen Thailands genießen, ohne in Schwierigkeiten zu geraten. Das ist schließlich der beste Weg, um in dem asiatischen Urlaubsparadies die Seele baumeln zu lassen.