In der Welt der sozialen Medien sorgt eine ausländische Touristin für Aufregung, nachdem sie ein Video auf TikTok gepostet hat, in dem sie sich mit einer gängigen Praxis in Thailand auseinandersetzt. Die Nutzerin @2brunesenasie zeigt, wie sie Eiswürfel mit der Hand aus ihrem Getränk in einem Restaurant auf Koh Samui entfernt. Unter dem Video erscheint der französische Text: „Dis-moi que tu es en Thailande, sans me dire que t’es en Thailande“, was übersetzt so viel heißt wie: „Sag mir, dass du in Thailand bist, ohne mir zu sagen, dass du in Thailand bist“.

Im Nachgang zu ihrem Posting, das die Aufmerksamkeit vieler thailändischer und internationaler Nutzer auf sich zog, erläuterte die Touristin, dass sie und ihre Begleiterin Bedenken bezüglich der Hygiene hatten und sich sorgten, dass das Eis ungenießbar sein könnte. Zahlreiche Kommentare beleuchteten das Thema; viele fragten sich, warum sie nicht einfach ein Getränk ohne Eis bestellt hat. „Das ist vermutlich hygienischer, als die Hand ins Glas zu stecken!“, war eine der vielen Reaktionen. Die Touristin selbst versicherte, dass sie beim nächsten Mal auf jeden Fall ihr Getränk ohne Eis bestellen werde, was die Kritik deutlich milderte.

Wasserqualität in Phuket verbessert sich

Während in den sozialen Medien lebhaft diskutiert wird, gibt es auch positive Nachrichten für die Bewohner von Phuket. Die Stadtbeamten haben angekündigt, dass sie große Fortschritte bei der Verbesserung der Wasserqualität erzielen. Bürgermeister Saroj Angkanapilas betonte bei einer öffentlichen Veranstaltung die Erfolge zur Bereitstellung von sicherem, trinkbarem Wasser. Der stellvertretende Bürgermeister Suphot La-ongphet stellte die neuesten Ergebnisse von Wasserqualitäts-Tests vor, die von Southern Thai Consulting Co Ltd durchgeführt wurden. Diese Tests bestätigten, dass das Wasser den Sicherheitsstandards des Gesundheitsministeriums entspricht.

Tourismus und seine Herausforderungen

In einem weiteren Zusammenhang zeigt sich, wie der Tourismus in Thailand sich auf lokale Gemeinschaften und Ökosysteme auswirkt. Laut sigmaearth.com generierte der Tourismussektor im Jahr 2019 beeindruckende 2 Billionen Baht, was fast 11 % des BIP ausmacht. Über 39 Millionen internationale Touristen besuchten das Land, was jedoch auch Herausforderungen wie den sogenannten „Weißen Lotuseffekt“ mit sich brachte. Dieser Effekt beschreibt die negativen Auswirkungen des Massentourismus auf lokale Kulturen und die Umwelt.

In stark frequentierten Gebieten wie Phuket und Chiang Mai sind die Lebenshaltungskosten erheblich gestiegen. Mietpreise kletterten um bis zu 30 %, und kulturelle Praktiken drohen aufgrundkommerzialisierter Tourismusangebote zugunsten der Besucher in den Hintergrund zu treten. Doch nicht alles ist verloren: Thailand sieht die Notwendigkeit einen nachhaltigen Tourismus zu fördern, um die eigene Umwelt zu schützen und gleichzeitig die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung zu wahren. Initiativen wie der gemeindebasierte Tourismus (CBT) und der Ökotourismus sollen sicherstellen, dass die Einnahmen in der Region bleiben und die Artenvielfalt geschützt wird.

Die thailändische Regierung hat bereits zahlreiche Maßnahmen zur Förderung dieses nachhaltigen Ansatzes ergriffen, darunter die Kampagne „Go Green“ und strenge Regulationsmaßnahmen für ökologisch sensible Gebiete. Während Thailand darum kämpft, ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichem Wachstum und ökologischer Nachhaltigkeit zu finden, bleibt die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, NGOs und der Bevölkerung der Schlüssel zu einem künftigen, harmonischen Zusammenleben von Tourismus und Natur.