Am 15. Februar 2026 wurde ein Lotterieverkäufer in Chiang Mai von Anwohnern auf einem Markt im San Sai Bezirk festgehalten, nachdem sie angeblich versucht hatte, einer 80-jährigen Frau, Kham, zu stehlen. Der Vorfall ereignete sich auf dem Mae Faek Sonntag Markt in Moo 1, Ban Mae Faek Mai. Die Polizei wurde schnell nach dem Bericht über den Diebstahl alarmiert und entsandte Beamte sowie Rettungskräfte zur Untersuchung der Situation. Bei Ankunft fanden die Polizisten die Verdächtige, eine etwa 70-jährige Frau mit dem Namen A, umgeben von einer wütenden Menschenmenge.
Die Polizei intervenierte, um die Verdächtige vor einem möglichen Übergriff zu schützen, und nahm sie zur Befragung mit zur Mae Faek Polizeistation. In ihrer grauen Schultertasche fanden die Beamten einen Lotterieverkäufer-Ausweis sowie mehrere Kleidungsstücke, die möglicherweise zum Wechseln nach dem Vorfall gedacht waren. Während der Befragung erklärte A, dass sie aus finanzieller Not gehandelt habe, da sie stark verschuldet sei und ihr Auto verpfändet habe. Das Fahrzeug, mit dem sie zum Markt gefahren war, wurde als silber-grauer Honda City identifiziert, registriert in der Provinz Chiang Mai.
Einblicke in die Lotteriekultur Thailands
Die Lotterie hat in Thailand nicht nur eine kulturelle, sondern auch eine wirtschaftliche Bedeutung. Die staatliche Lotterie ist tief in der Kultur und im sozialen Gefüge des Landes verwurzelt. Lotterieziehungen finden zweimal im Monat, am 1. und 16. jedes Monats, statt. Losverkäufer sind an den Straßenrändern allgegenwärtig und fungieren als soziale Treffpunkte. Der Kauf eines Loses ist für viele Thailänder ein ritualisiertes Ereignis, das von Aberglauben geprägt ist. Glücksspiel, einschließlich der staatlichen Lotterie und Wetten auf Pferderennen, ist in Thailand legal, während Sportwetten auf populäre Sportarten wie Fußball nicht legalisiert sind.
In einem anderen Teil von Chiang Mai, Ban Piang, hat sich die Lotteriekultur kürzlich in einer lebhaften Lotteriestelle von „Mae Yenjit“ gezeigt. Am 6. Dezember 2025 berichtete ein Reporter über die geschäftige Atmosphäre, die durch lokale Gerüchte über „Uncle Jae“ angeheizt wurde, der mit dem Ticketnummer 641252 18 Millionen Baht gewonnen hat. Mae Yenjit, 76 Jahre alt und Betreiberin eines Lebensmittelladens, erlebte einen Ansturm von Kunden, die Lose für die Ziehung am 16. Dezember 2025 kaufen wollten. Uncle Jae, ein regelmäßiger Kunde, teilte seinen Gewinn großzügig mit Verwandten und Freunden, obwohl Mae Yenjit klarstellte, dass die Gerüchte über eine Belohnung für sie nicht zutreffen.
Die Schattenseiten der Lotterie
Der Vorfall mit der Verdächtigen A wirft jedoch auch Fragen über die Schattenseiten der Lotteriekultur auf. Während die Lotterie vielen Menschen eine Einkommensquelle bietet, wie beispielsweise Lotterieverkäufern, kann sie auch zu finanzieller Not führen. A gab an, aus finanzieller Not gehandelt zu haben, was die prekäre Lage vieler Verkäufer unterstreicht. Die Polizei warnte, dass wiederholtes Verhalten rechtliche Konsequenzen haben könnte, und informierte den Sohn der Verdächtigen, um sie abzuholen. Kham, das Opfer, entschied sich, keine Anklage zu erheben und vergab der Frau.
Die staatliche Lotterie hat sowohl kulturelle Bedeutung als auch wirtschaftliche Vorteile, ist jedoch nicht ohne Probleme. Die Beliebtheit anderer Glücksspielformen wirft Fragen über die Wirksamkeit der bestehenden Regulierung auf. Die Nachfrage nach ausländischen Wettangeboten ist hoch, trotz des Verbots in Thailand, und die Lotterie bleibt eine wichtige Einnahmequelle für den thailändischen Staat.
Für weitere Informationen zu diesem Thema und zur Lotteriekultur in Thailand, besuchen Sie bitte die Quelle. Weitere Details zur Lotteriestelle von Mae Yenjit finden Sie in der zweiten Quelle. Mehr über die staatliche Lotterie erfahren Sie in der dritten Quelle.