Die thailändischen Behörden sind nun im dritten Tag ihrer Maßnahmen zur Eindämmung eines Ölunfalls vor Phuket tätig, nachdem der unter Panama-Flagge fahrende Frachter SEALLOYD ARC am 7. Februar in etwa 60 Metern Tiefe südwestlich von Koh Kaeo Noi gesunken ist. Das Schiff hatte eine Bruttogewicht von 4.339 Tonnen und war auf dem Weg von Malaysia nach Bangladesch, als es, bislang noch ungeklärt, Schlagseite bekam und letztlich sank. Alle 16 Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden, was Glück im Unglück war.

Ungefähr fünf Kilometer vor der Küste geschah der Zwischenfall, der nun einen mehrere Kilometer langen Ölfilm im Wasser hinterlassen hat. Die Einsatzkräfte der Royal Thai Navy haben Ölsperren und chemische Dispergiermittel eingesetzt, um die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. Allerdings ist die genaue Art der Gefahrgüter, die sich in den rund 300 Containern an Bord befanden – darunter immerhin 14 mit explizitem Gefahrgut – noch unklar, und die Behörden haben bereits Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, um potenzielle Risiken zu umgehen.

Monitoring und Sicherheitsvorkehrungen

Obwohl der Kapitän bestätigte, dass vor dem Sinken alle Treibstoffventile geschlossen waren, bleiben die Aufsichtsbehörden in Alarmbereitschaft. Sonar wird eingesetzt, um die Lage des Wracks zu verfolgen, das etwa eine Seemeile von der ursprünglichen Sinkstelle abgetrieben ist. Der Pollution Control Department (PCD) hat die Bevölkerung gewarnt, einen Abstand von mindestens 50 Metern zu den angeschwemmten Containern einzuhalten, da sie möglicherweise gefährliche Materialien enthalten.

Einblicke in die Gefahren von Ölverschmutzungen zeigen auf, dass solche Vorfälle nicht nur die maritimen Ökosysteme, sondern auch die Tierwelt erheblich belasten können. Jährlich gelangen über 6.000 Tonnen Öl in die Meere und bedrohen vor allem Vögel, die durch das Öl ihren Schutz verlieren können. Auch Meeressäuger und Fische sind gefährdet, da giftige Stoffe eingeatmet werden können, die ihre Gesundheit beeinträchtigen. Nach einem Vorfall wie diesem sind die langfristigen Umweltauswirkungen schwer abzuschätzen, und oft kann es Jahrzehnte dauern, bis Ölrückstände vollständig abgebaut sind.

Folgen für den Tourismussektor

Die thailändischen Tourismusbehörden stehen unter Druck, zeitnah über den Stand der Bergungsarbeiten und die Wasserqualität zu informieren, da das Bild der beliebten Urlaubsinsel durch solche Unglücke stark beeinflusst werden kann. Bereits jetzt gibt es Besorgnis über die potenziellen Auswirkungen auf den Tourismussektor, der für Phuket von immenser wirtschaftlicher Bedeutung ist.

Aktuell bereiten die Behörden zudem eine mögliche Erklärung des Wrackgebiets zur Katastrophenzone vor, um die maritime Sicherheit zu garantieren. Das Öffnen von Containern oder der Kontakt mit austretenden Substanzen bleibt strengstens untersagt, da dies mit ernsthaften Brand- und Gesundheitsrisiken verbunden ist.

Die Bemühungen zur Bergung des Frachters sind noch im Gange, und es bleibt abzuwarten, wie schnell die Aufräumarbeiten abgeschlossen werden können und wie sich dies auf die wunderschöne Küstenregion auswirken wird. Natürlich ist der Fokus nun darauf gerichtet, sowohl Menschen als auch die empfindliche Natur zu schützen.

OANA News berichtet von den laufenden Maßnahmen, während Mindelmedia ausführliche Informationen über die Unglücksursache und die Bergungsarbeiten liefert. Mehr zu den Gefahren von Ölverschmutzungen finden Sie bei NABU.