Am 11. Februar wurde die Polizei in Phuket auf eine illegale Pokeroperation aufmerksam, die in einer Luxusvilla in Rawai stattfand. Im Rahmen einer gezielten Durchsetzungsaktion nahmen die Beamten neun ausländische Staatsbürger fest. Die Aktion kam zustande, nachdem die Polizei Informationen über ein Instagram-Konto namens „Poker Level“ erhielt, das private Pokersitzungen für Ausländer anprieß. Die dazugehörigen Einladungen waren in Russisch verfasst und wurden über Instagram sowie WhatsApp verteilt. Anhand dieser Informationen konnte die Polizei die verdächtigen Aktivitäten in der Villa beobachten und schließlich den Zugriff auf die Räumlichkeiten durchführen.

Die Beteiligten mussten eine hohe Teilnahmegebühr von 20.000 Baht pro Sitzung zahlen, wobei die Einsätze sowohl in Thai Baht als auch in Kryptowährung akzeptiert wurden. Die Ermittler erfuhren, dass der Zugang zu diesen Spielen angeblich nur Nicht-Thailändern gestattet war, was auf eine organisierte Struktur innerhalb der Expat-Gemeinschaft hindeutet. Die Razzia ergab, dass unter den Festgenommenen sieben Russen, ein Ukrainer und ein Kasache waren. Die Polizei beschlagnahmte nicht nur Bargeld und Spielutensilien, sondern auch mobile Geräte, mit denen die Kommunikation und die Zahlungsströme möglicherweise nachverfolgt werden können.

Kontinuierliche Bemühungen gegen illegales Glücksspiel

Die Behörden wollen aufklären, wie die Spiele organisiert wurden und ob es weitere ähnliche Veranstaltungen gegeben hat. Gemäß dem thailändischen Glücksspielgesetz müssen die Festgenommenen mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Experten betonen, dass der Fall exemplarisch für die strengen Gesetze Thailands gegen die meisten Formen des Glücksspiels steht, die oft zu Durchsetzungsaktionen gegen private Spiele führen. Es handelt sich nicht um einen Einzelfall, denn in einem anderen Vorfall wurden in Chon Buri ebenfalls zehn Personen in einem illegalen Glücksspielbetrieb festgenommen.

Thailand steht vor der Herausforderung, seine Glücksspielgesetzgebung zu reformieren. Während die aktuellen Gesetze strenge Regelungen gegen illegale Aktivitäten vorsehen, plant die Regierung die Einführung des Game Industry Promotion Act. Diese Gesetzgebung soll das versteckte Glücksspiel regulieren und darauf abzielen, die Gaming-Industrie des Landes zu modernisieren und international wettbewerbsfähiger zu machen. Nuttapon Nimmanphatcharin, Präsident der Digital Economy Promotion Agency (DEPA), hebt hervor, dass dieses Gesetz insbesondere darauf abzielt, fairen Wettbewerb und Nachhaltigkeit sicherzustellen. Damit könnte Thailand seinen Platz im asiatischen Gaming-Markt stärken und den Bedürfnissen seiner Bürger gerecht werden.

Für die lokale Expat-Community in Phuket bedeutet dies, dass Spiele und Wettaktivitäten zunehmend unter Beobachtung stehen. Die Polizei wird weiterhin verstärkt gegen illegale Glücksspielangebote vorgehen, um die Integrität der Gesetze aufrechtzuerhalten. Mit diesen Maßnahmen hoffe man, illegale Aktivitäten zu minimieren und sicherzustellen, dass die entsprechenden Gesetze effizient durchgesetzt werden.

Für diejenigen, die sich in der Glücksspielszene einen Namen machen wollen, wird die neue Gesetzgebung ebenfalls eine Herausforderung darstellen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die rechtlichen Rahmenbedingungen in Thailand weiterentwickeln werden und ob die zukünftige Gaming-Gesetzgebung im Land tatsächlich zu einer faireren und transparenteren Glücksspiellandschaft führen kann.