Ein Vorfall im Yona Beach Club auf Phuket sorgt aktuell für Aufregung und Diskussionen über Rassismus in der Tourismusbranche. Der indische Tourist Jonas Monteiro beschuldigte das schwimmende Restaurant und die Bar, ihn und seine Freunde aufgrund ihrer Herkunft diskriminiert zu haben. Am 19. Januar 2026 wurden ihnen, trotz gültiger Tickets und Reservierungen, die Einlassrechte verwehrt. Dies geht aus Berichten von News18 hervor.

Monteiro schilderte, dass ein Sicherheitsmitarbeiter ihm gesagt habe, Männer dürften nur in Begleitung von Frauen eintreten, was bei der Buchung nicht erwähnt worden sei. Selbst eine weibliche Bekannte, die ebenfalls eine gültige Eintrittskarte hatte, wurde abgewiesen, da ihre Buchung nicht auf denselben Namen lautete. „Don’t let any Indians enter“ – so angeblich das gesprochene Wort eines Angestellten, das Monteiro als diskriminierend empfand. Wie Gulf News berichtet, erlebten auch andere indische Touristen ähnliche Situationen, als ihnen gesagt wurde, sie „sehen nicht gut genug für diesen Club“ aus.

Reaktionen und Widerstand

Nachdem Monteiro und seine Gruppe aus dem Club verwiesen wurden, kam es zu einer weiteren Konfrontation. Der Manager des Yona Beach Clubs soll die Buchungen storniert und die Reservierungsdetails fotografiert haben, bevor er Rückerstattungen veranlasste. Monteiro teilte darüber hinaus Screenshots seiner Buchung, die eine Zahlung von 12.000 Baht sowie eine Stornierungsbenachrichtigung und -bestätigung beinhalteten.

Die Clubleitung wies die Vorwürfe vehement zurück. In ihrer Erklärung bestritt der Yona Beach Club jegliche Formen von Rassismus und führte die angefochtenen Einlassbedingungen auf eine Strategie zur Besucherlenkung zurück – man wolle ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Männern und Frauen sicherstellen, nicht nach Rasse oder Ethnie selektieren.

Ein weiteres Licht auf Diskriminierung im Tourismus

Der Vorfall hat eine hitzige Debatte entfacht und wirft Fragen über Diskriminierung im Tourismussektor auf. Laut der Stiftung Wirtschaftsethik gibt es in der Branche nicht selten diskriminierende Praktiken, die sowohl Reisende als auch Einheimische betreffen. Oft geschieht dies durch unangemessene Begegnungen, bei denen Reisende die Sitten und Bräuche des Reiselandes missachten und Einheimische sich wie Sehenswürdigkeiten fühlen sollen.

Die jüngsten Vorfälle im Yona Beach Club verdeutlichen ein weitreichendes Problem in der Tourismusindustrie. Wenn solche Fälle wie die von Monteiro nicht in den Griff bekommen werden, könnte dies den Ruf der Destination Phuket erheblich schädigen. Lokale Unternehmen sind gefordert, gegen Diskriminierung vorzugehen und ein respektvolles Miteinander zu fördern. Der anhaltende Dialog ist unabdingbar, um derartige Vorfälle in Zukunft zu verhindern.