Ein dramatisches Unglück vor der Küste von Phuket hält die lokalen Behörden und Rettungskräfte in Atem. Das Containerschiff „Sealloyd Arc“, das mit einer beachtlichen Menge von rund 290 Containern beladen war, darunter 14 mit Gefahrgütern, ist in Sichtweite des südlichsten Punktes der Insel Laem Phromthep gesunken. Der Vorfall ereignete sich am Samstagnachmittag (Ortszeit) und erforderte sofortige Maßnahmen der Königlich Thailändischen Marine und anderen lokalen Rettungskräften, um die Besatzung zu retten und eine mögliche Umweltkatastrophe abzuwenden. Wie Bild berichtet, konnten acht Crewmitglieder von einem Fischerboot gerettet werden, während die Marine die restlichen an Bord holte.
Mit bereits einer sichtbaren Ölschicht von einem Kilometer, die sich über die Wasseroberfläche erstreckt, sind die Behörden in Alarmbereitschaft. Die Marine hat umgehend Notfallpläne aktiviert, um die Ausbreitung von Öl und Chemikalien im Wasser zu verhindern. An dieser Stelle kommt PTT ins Spiel, das die notwendige Ölbekämpfungsausrüstung und chemische Dispersionsmittel bereitstellt. Die operative Leitung obliegt dem Vice Admiral Veerudhom Muangchin, der den Einsatz von Patrouillenbooten, Marineschiffen und weiteren Lokalsanitätern koordiniert.
Herausforderungen bei der Bergung
Die Bergungs- und Reinigungsoperationen stehen jedoch vor einigen Schwierigkeiten. Das Wrack des „Sealloyd Arc“ hat sich von der ursprünglichen Position verschoben, was seine genaue Lage unklar macht. Wie Nation Thailand berichtet, haben Taucher Schwierigkeiten, die Kraftstoff- und Öl-Pipeline zu inspizieren, um eventuelle Leckagen zu identifizieren. Auch die Sichtverhältnisse unter Wasser tragen zur Komplexität bei. Zudem fehlt es an geeigneten Materialien, um die schwimmenden Container zu sichern und zu schleppen.
Die Einsatzkräfte setzen auf eine Reihe von Hilfsmitteln, darunter die HTMS Hua Hin als Kommandoschiff sowie Überwachungsflugzeuge und Hubschrauber. Dies ermöglicht eine lückenlose Dokumentation der Lage aus der Luft. Ein gemeinsamer operativer Plan wird am 9. Februar 2026 im Hauptquartier des Dritten Marinebereichs in Laem Panwa präsentiert, um die weiteren Schritte abzusprechen.
Umweltbedenken und Bekämpfungsmethoden
Die Aussicht auf eine mögliche Umweltverschmutzung ist alarmierend. Ein Kilometer langer Ölteppich kann gravierende Folgen für das marine Ökosystem haben. Wie auf Wikipedia ausgeführt, erfordert die Bekämpfung von Ölverschmutzungen oft eine sorgfältige Abwägung der eingesetzten Methoden. Ölsperren und spezialisiertes Bergungsgerät sind entscheidend, jedoch lassen deren Effizienz bei rauem Wetter oft zu wünschen übrig.
Wenn die Sichtverhältnisse es zulassen, werden die Einsatzkräfte auch auf biologische Ölauflöser zurückgreifen, die die Zersetzung von Rohöl in weniger schädliche Stoffe unterstützen können. Ein schnelles und überlegtes Handeln ist in solchen Situationen unbedingt notwendig, um die Auswirkungen des Vorfalls auf die Natur zu minimieren.
Die nächsten Tage werden entscheidend sein, um die Herausforderungen zu meistern und sicherzustellen, dass Phuket und seine Gewässer nicht unter den Folgen dieses Unglücks leiden müssen.